Im nordrhein-westfälischen Hagen feiert der Fliesenhändler mit interessanter Geschichte sein hundertjähriges Jubiläum.
Es begann mit Ziegeln: Karl August de Myn, der Vater von Geschäftsführer Hans de Myn, betrieb Anfang des vorigen Jahrhunderts eine Ziegelei. Diese war Teil der Ziegel Verkaufs Verein GmbH (ZVV) – einem zentralen Ziegelvertrieb, der Vertrieb und Preise seiner Mitglieder steuerte. Bis heute erinnert der offizielle Name des Hagener Händlers daran: „ZVV Fliesen de Myn“. In den 60er-Jahren kaufte Karl August de Myn einen Großteil der Anteile der Ziegeleien in der ZVV, die schließen musste, weil Kalksandstein als Baumaterial immer beliebter wurde.

Maschinenschlosser Hans de Myn bildete sich unterdessen zum Keramik-Ingenieur weiter und trat nach seinem Abschluss 1965 in die Firma ein. 1968 begann Familie de Myn dann mit dem Verkauf von Fliesen, Baukeramik und Nebenprodukten. Im Laufe der Jahre wuchs die Ausstellung immer weiter auf die heutigen 1.000 Quadratmeter.

1987 wurde schließlich die Ziegel Verkaufs GmbH aufgelöst und unter der Firmierung ZVV Fliesen Markt de Myn OHG fortgeführt. Hans de Myn übernahm 70 Prozent der Anteile, sein Vater 30 Prozent. Nach dessen Tod 1990 erhielt sein Enkel Björn einen Anteil von 15 Prozent am Unternehmen. Heute führen Hans de Myn und sein Sohn Björn das Geschäft gemeinsam – die Zukunft des Fliesenhandels ist also auch über sein hundertjähriges Bestehen hinaus gesichert.
Mehr zum Jubiläum von Fliesen de Myn lesen Sie in der Ausgabe 4/2025 von F+P Fliesen und Platten.