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ZDB: Baumarkt weiter auf Wachstumskurs

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Bautätigkeit auch 2009 fortsetzen wird. Sie erwarten im Bauhauptgewerbe einen Umsatz von insgesamt 128 Milliarden Euro und damit ein Umsatzplus von 6 Prozent. (Foto: ZDB)

Wachstum Baubranche
Für die Baubranche geht es seit geraumer Zeit nur aufwärts. Bisher deuten die Zahlen darauf hin, dass dieser Trend auch 2019 anhält. (Foto: ZDB)

Zwar ist der Ifo-Geschäftsklima-Index, ein renommiertes Barometer für die Stimmung in der deutschen Wirtschaft, im Januar auf den tiefsten Stand seit 2016 gesunken, aber der Baubranche geht es nach wie vor gut: „Betroffen wäre die deutsche Bauwirtschaft aber erst dann, wenn deutsche Industrieunternehmen aufgrund verschlechterter Absatzerwartungen im Ausland ihre Investitionen – darunter auch in Bauten – im Inland zurückfahren würden“, erklärten die Präsidenten des HDB, Peter Hübner, und des ZDB, Reinhard Quast, in Berlin. Davon sei aber in den aktuellen Investitionsumfragen nichts zu sehen.

„Für den Wohnungsbau gehen wir im laufenden Jahr von einem nominalen Umsatzwachstum von 6,5 Prozent aus. Für 2019 erwarten wir ein weiteres deutliches Wachstum von 5,5 Prozent“, so die beiden Präsidenten. 2018 sind rund 300.000 Wohnungen erstellt worden, 2019 wird mit 315.000 bis 320.000 gerechnet. Allerdings betonten Hübner und Quast auch, dass 320.000 Wohnungen zwar eine Verdopplung gegenüber 2010 bedeuten, der Bedarf aber bei 350.000 Wohnungen pro Jahr liege.

Im Wirtschaftsbau erwarten ZDB Und HDB für 2018 eine nominale Wachstumsrate der Umsätze von 7 Prozent, die 2019 nur leicht auf 6 Prozent zurückgehen soll. „Trotz einiger nach wie vor unerfüllter Wünsche im kommunalen Bereich, bleiben die finanzpolitischen Rahmenbedingungen für den öffentlichen Bau auch im neuen Jahr günstig. Wir erwarten für 2018 ein nominales Umsatzplus im Bauhauptgewerbe in dieser Sparte von 5 Prozent, das 2019 leicht auf 6 Prozent zulegen sollte. Nach langen Jahren der Investitionszurückhaltung der öffentlichen Hand zeigt sich nun wieder ein deutliches Wachstum der Bautätigkeit bei Bund, Ländern und Gemeinden.“

Der anhaltende Bauboom wirkt sich natürlich auf positiv auf den Arbeitsmarkt aus: Die Zahl der Beschäftigten habe im Jahresdurchschnitt 2018 bei rund 832.000 gelegen, 20.000 mehr als im Vorjahr, so Hübner und Quast. Verglichen mit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mit 705.000 hätte die Branche die Belegschaften um nahezu 20 % ausgeweitet. Somit habe auch der Bau seinen Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit und zur deutlichen Ausweitung der Erwerbstätigkeit geleistet. Für 2019 gehen Hübner und Quast von einem weiteren Beschäftigungsaufbau in der Größenordnung von gut 2 Prozent auf 850.000 Erwerbstätige aus.

www.zdb.de

17.01.2019

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