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VDF: Studie über Kaufkriterien von Belägen

Mitte September 2019 lud der Bundesverband des Deutschen Fliesenfachhandels (VDF) seine Herstellerpartner und Unterstützer einer Endverbraucherstudie zur Präsentation der Ergebnisse nach Frankfurt ein. Professor Dr. Markus Beinert von der Hochschule Weihenstephan stellte die „Entscheidungsfindung und Kriterien von Wand- und Bodenbelägen“ vor. (Foto: sg)

VDF, Endverbraucherstudie
Herstellerpartner, Unterstützer der Studie und VDF-Vorstand trafen sich in Frankfurt. (Foto: sg)

Rund 20 Vertreter von Herstellern der Fliesenbranche trafen sich mit dem VDF-Vorstand beim Raab Karcher Baustoffhandel/Keramundo in Frankfurt und beschäftigten sich mit der „Customer Journey“, den Kontaktpunkten, die Kunden haben, wenn sie Bodenbeläge kaufen. Befragt wurden 1.600 Endverbraucher, etwa zehn Prozent aus jedem Postleitzahlgebiet. Damit gelten die Aussagen der Studie für Gesamtdeutschland, und es gibt seit Jahren erstmals wieder belastbare Zahlen zum Flieseneinkauf und dem Entscheidungsweg dahin. Initiiert hat die Studie der VDF, getragen wird sie von allen internationalen Herstellerpartnern und den Kooperationen.

Hier das Ergebnis in Kurzform: In der Inspirationsphase hat der Einzelhandel nach wie vor eine große Bedeutung. 70,4 Prozent der Befragten nannten die Ausstellungen im Fachhandel als wichtigste Quelle für Ideen und Anregungen. Sie besuchen allerdings entgegen mancher Gerüchte nur ein bis zwei Fliesenausstellungen und sind schon im Vorfeld gut informiert. Die Entscheidung, welcher Bodenbelag es sein soll, ist dann bei über 70 Prozent der Kunden bereits gefallen.

„Besonders wichtig sind bei der Entscheidungsfindung für Fliesen, Naturstein, Parkett, Vinyl, Laminat oder Teppich Freunde und Bekannte“, erklärte Professor Beinert und betonte die Bedeutung eines aktiven Empfehlungsmarketings. Das umfasse mit Blick auf die jüngere Zielgruppe auch Social Media-Aktivitäten. „Die Studie belegt eindeutig, dass das Geschäftsmodell Handel nach wie vor relevant ist“, so Beinert. Vor allem ältere Käufer würden eine freundliche und fachlich kompetente Beratung schätzen.

Ein weiteres Ergebnis: Die Vor- und Nachteile von Fliesen sind durchaus bekannt und werden geschätzt. Allerdings stehen keramische Beläge nach wie vor in dem Ruf kalt und teuer zu sein sowie aufwändig in der Verarbeitung. Während die Fliesenbranche „inside“ seit Jahren von „den besten Fliesen aller Zeiten“ spricht, laufen andere Beläge der Keramik in Sachen Design und Gestaltung den Rang ab.

Wie also können wir alle die Attraktivität der Fliesen mehr in den Fokus der Endverbraucher rücken? Welche Rolle spielen digitale Tools dabei? Welche Ansätze liefert die repräsentative Studie sowohl für das Unternehmens- als auch für das Branchenmarketing? – Fragen wie diese wurden in Frankfurt engagiert diskutiert und werden jetzt Thema und Aufgabe einer Arbeitsgruppe.

In der Novemberausgabe von F+P Fliesen und Platten, die am 25. Oktober 2019 erscheint, stellen wir Ihnen die Ergebnisse der Studie ausführlich vor.

www.vdf-fliesenfachhandel.de

17.09.2019

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