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Übergänge an Balkontüren

Barrierefreie Schwellen vor Balkon- und Terrassentüren sollten heute selbstverständlich sein - zumindest dann, wenn man die Wünsche von Mietern und Eigentümern an einen hohen Komfort, bequeme Nutzung und Vermeidung von Stolperfallen berücksichtigt. Die Praxis jedoch sieht noch anders aus, auch wenn in dieses Thema zunehmend Bewegung kommt. (Grafik: Gutjahr)

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Fest verlegte Belagsaufbauten im Außenbereich benötigen im Anschlussbereich zu Türen immer dann einen Entwässerungsrost, wenn die Anschlusshöhe der Abdichtung 150 Millimeter unterschreitet, so die Fachregel für Abdichtungen. (Grafik: Gutjahr)

Noch vor circa zehn Jahren haftete dem Thema „Barrierefreiheit“ das Stigma an, dass sie vor allem von Menschen mit motorischen Beeinträchtigungen und von älteren Menschen benötigt wird. Das Piktogramm mit dem Rollstuhl galt dafür symbolisch. Andererseits werden bereits seit mehr als 13 Jahren für öffentliche Bereiche barrierefreie Schwellen gefordert. Auch Wohnungen für ältere Menschen und Rollstuhlfahrer sollten nach der DIN 18040, Teil 2, mit barrierefreien Schwellen ausgestattet werden.

Bei einem immer höheren Anteil an der Gesamtbevölkerung (20 Prozent der Deutschen sind über 65 Jahre) verändert sich die Wahrnehmung dieses Themas. Mit dem Begriff „barrierefrei“ werden heute hochwertige Ausstattungsmerkmale von Wohnraum beschrieben, die den Komfort erhöhen, häusliche Unfallquellen minimieren und schlichtweg eine stolperkantenfreie Beweglichkeit sichern. Die Wohnwirtschaft, Planer und Handwerker müssen sich auf die veränderten Bedürfnisse ihrer Zielgruppen einstellen. Allerdings ist noch eine Menge Verunsicherung bei der Umsetzung zu beobachten.

In den letzten Jahren entwickelte sich ein immer stärker werdender Trend zu barrierefreien Ausführungen. Das betrifft vor allem Nassräume, wo schon die meisten Duschplätze stufenfrei ausgeführt werden. Auch die Bereitschaft, sich über die restriktiven Regelwerke für Abdichtungen im Interesse eines größeren Komforts und größerer Bequemlichkeit barrierefreier Schwellen an Balkon- und Terrassentüren hinwegzusetzen, nimmt stark zu. Schon um Wohnungen und Gebäude einem breiteren Interessentenkreis anbieten zu können, wird zunehmend bedarfsgerecht geplant. Das Ziel, Wohnraum so zu gestalten, dass er für alle Generationen attraktiv ist und auch älteren Menschen so lange wie möglich eine Bleibe sein kann, gewinnt an Bedeutung. Beim Immobilienerwerb beziehungsweise der Anmietung wird das Fehlen des Komfortmerkmals „barrierefrei“ eventuell auch in Kombination mit fehlenden Aufzügen ein K.-o.-Kriterium sein.

22.12.2015

(Barriere-)Freiheit für alle!

Barrierefreie Schwellen vor Balkon- und Terrassentüren sollten heute selbstverständlich sein – zumindest dann, wenn man die Wünsche von Mietern und Eigentümern an einen hohen Komfort, bequeme Nutzung und Vermeidung von Stolperfallen berücksichtigt. Die Praxis jedoch sieht noch anders aus, auch wenn in dieses Thema zunehmend Bewegung kommt.

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