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Taxis: Nichts ist so beständig wie der Wandel

Im Taxis-Stammhaus in Stuttgart-Feuerbach finden Kunden auf 2.000 Quadratmetern Fliesen für Bad, Wohnraum und Terrasse; dazu Sanitärtrends sowie Heizung, Haustechnik und Installation – präsentiert über drei Ebenen, die viel Tageslicht erhalten und zusätzlich geschickt ausgeleuchtet sind. (Fotos: Petra Menke)

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Repräsentatives Ambiente: Blick über die verschiedenen Ebenen der Ausstellung (Fotos: Petra Menke)
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Beispiel für eine gemütliche Leseecke
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Der Trend zum Wellnessbad ist ungebrochen – Teil 1.
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Dieser Bereich ist ganz auf die Bedürfnisse von Architekten abgestimmt.
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Ausleuchtung und Dekoration lassen nichts zu wünschen übrig.






















Dies wird auch in Zukunft so sein, doch stehen Privat- und Profikunden demnächst Veränderungen bevor. Der Grund: Bis Ende 2016 soll die erste Phase der Umwandlung der Fliesen- und Sanitärausstellung in einen Flagship-Store abgeschlossen sein. Mit Details hält sich die Geschäftsführung zwar noch zurück. Soviel verrät sie aber schon: Die Räumlichkeiten sollen offener gestaltet und die Komplettkojen gleichmäßiger über die Ausstellung verteilt werden.

Insgesamt beschäftigt der Fliesen- und Sanitärgroßhändler 430 Mitarbeiter an 14 Standorten in Baden-Württemberg und Bayern. Die Ausbildungsquote beträgt zehn Prozent. Jedes Jahr ermöglicht Taxis vier Schulabgängern den Sprung ins Berufsleben, je zwei im Bereich Fliese und Sanitär. Gute Leistungen und Motivation vorausgesetzt, steht der anschließenden Übernahme in ein festes Beschäftigungsverhältnis als Groß- und Außenhandelskauffrau/-mann beziehungsweise Fachkraft für Lagerlogistik nichts im Wege. In den vergangenen Jahren war dies laut Taxis bei 80 Prozent der Azubis der Fall.

Überhaupt hält Taxis Beständigkeit für eine seiner zentralen Stärken. Dies gilt nicht nur mit Blick auf die Mitarbeiter, die teilweise seit Jahrzehnten im Unternehmen arbeiten. Auch die Kundenbeziehungen sind auf Langfristigkeit angelegt, wozu die jährliche Taxis-Messe „FlieseSüd“ ebenso beiträgt wie feste Ansprechpartner im Außendienst.

Seit Juni beliefert die Gruppe seine Kunden von Cleebronn aus, dem neuen Standort des Zentrallagers. Dieses bietet 13.000 statt 10.000 Quadratmeter Lagerfläche und damit ausreichend Platz, um ständig rund 20.000 Artikel aus allen Produktsegmenten vorzuhalten. Um seine Kunden auch künftig schnell und professionell mit den 52 firmeneigenen LKW beliefern zu können, hat das Unternehmen die Zahl der Logistikmitarbeiter ebenfalls um rund ein Drittel aufgestockt.

Beratungstest

Bade- statt Bügelzimmer – so lautet die Herausforderung im abschließenden Beratungstest. Ihr stellt sich Jasmina Povataj, die seit 2008 die Ausstellungsleitung Fliese inne hat. Unser Wunsch: Einen nur drei Quadratmeter großen und bisher für Hausarbeit genutzten Raum unter dem Dach in ein kleines, aber feines Bad zu verwandeln. Nachdem sie mit gezielten Fragen unsere Vorlieben hinsichtlich Farbe und Material ergründet hat, schlägt sie vor, die aktuell so beliebte Kombination „dunkler Boden, helle Wände“ auf den Kopf zu stellen und es genau andersherum zu machen. Eine charmante Idee, ebenso wie die, ein Großformat zu verwenden, was schmutzfangende Fugen reduziert und den Raum optisch größer erscheinen lässt.

Aus der Vielzahl der gezeigten Fliesenmuster begeistert uns auf Anhieb ein schlammfarbenes Feinsteinzeug von Aventuro aus der Serie Boston in 45 x 90 Zentimetern für Duschwand und -boden. Für maximale Rutschsicherheit wählen wir das dazu passende Mosaik derselben Serie in 5 x 5 Zentimeter. Zwar wäre diese Fliese in einem hellen Sandton auch die ideale Verkleidung für die restlichen Boden- und Wandflächen, allein: Zu plastisch wirkt die Oberfläche, eine Eigenschaft, die uns in der dunklen Variante nicht mal ansatzweise stört.

Unsere Beraterin präsentiert daher kurzerhand zwei Alternativen: Zum einen ein Feinsteinzeug von Iris Maxfine in 1 x 1 Meter aus der Serie Lavica. Die Fliese in der Farbe Grey verfügt über eine schicke Limestoneoptik und harmoniert gut mit unserer Wahl für den Duschbereich. Noch ein wenig besser aber gefällt uns eine Fliese des gleichen Herstellers, diesmal aus der Serie Roads und in der Farbe Sand Hearth. Auch dieses Muster ist sechs Millimeter dünn, hat jedoch den Vorteil des größeren Formats: Dank seiner 1,50 x 1,50 Meter reichen genau zwei Fliesen, um den 1,50 x 3 Meter großen Boden vollständig zu bedecken. Jasmina Povataj weist uns darauf hin, dass es bei dieser Fliese notwendig ist, den Untergrund mit vier Millimeter hohen Wediplatten zu unterfüttern, um die Höhendifferenz zur Aventuro-Fliese auszugleichen – ein wichtiger Hinweis.

Nachdem wir unsere Wunschfliesen gefunden haben, nehmen wir noch eine 3-D-Badplanung in Anspruch, um die passende Sanitärausstattung zu finden. Als auch dies geschafft ist, erhalten wir Auswahlscheine für Fliesen beziehungsweise Sanitär sowie Empfehlungen für verschiedene, dem Unternehmen bekannte Fliesenleger und Installateure aus der Region. Der Vorteil ist, dass diese im Auftragsfall für uns die weitere Abwicklung übernehmen, sodass wir die Leistungen der beiden Gewerke jeweils aus einer Hand bekommen.

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### Benutzerfreundlichkeit: Übersichtlichkeit, Menuführung, Schnelligkeit etc

##### Unternehmensinfos: Firmengeschichte/-philosophie, Corporate Identity, Niederlassungen, Sortimente, Service-Leistungen, Öffnungszeiten, Kontakt, Anfahrtsskizze, Impressum

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CARO-Gesamturteil: 20 # von 25 #

##### = sehr gut #### = gut ### = befriedigend
## = ausreichend # = mangelhaft ● = entfällt

FLIESEN & PLATTEN-Autorin Petra Menke

Händlertest, Petra Menke

Petra Menke lebt als freie Journalistin und Texterin in Frankfurt am Main. Die Diplom-Biologin ist spezialisiert auf Umwelt-, Gesundheits- und Technikkommunikation und schreibt für Fachmedien sowie für Unternehmen unterschiedlichster Branchen.

www.petra-menke.de

31.08.2016