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Strahlenbelastung: Nachweispflicht bei mineralischen Baustoffen

Ab 2019 müssen Hersteller und Inverkehrbringer nachweisen, dass von Produkten wie beispielsweise Natursteinen oder Fliesen keine unzulässige Strahlenbelastung ausgeht. (Foto: shutterstock_359027132, Martial Red und shutterstock_542834728, StudioDin“)

TÜV Süd Strahlenschutz
Seit 2019 muss nachgewiesen werden, dass von Natursteinen oder Fliesen keine unzulässige Strahlenbelastung ausgeht. (Foto: shutterstock_359027132, Martial Red und shutterstock_542834728, StudioDin“)

Beim Bau kommen Geomaterialien wie Granit und andere magmatische sowie sedimentäre Gesteine zum Einsatz, die Uran-238, Thorium-232 oder Kalium-40 enthalten können. Mit dem zum 31.12.18 novellierten Strahlenschutzgesetz müssen mineralische Baustoffe zum einen analysiert werden. Zum anderen ist nachzuweisen, dass sie den sogenannten Aktivitätsindex unterschreiten. Dieser beschreibt die vom jeweiligen Baustoff zulässige Jahresdosis an Strahlung. Die Berechnung geschieht nach einem gesetzlich festgelegten Verfahren.

Gebäude mit Aufenthaltsräumen

Für Gebäude mit Aufenthaltsräumen sind gesetzlich beispielsweise folgende mineralische Primärrohstoffe radiologisch zu betrachten: saure magmatische Gesteine, daraus entstandene metamorphe und sedimentäre Gesteine sowie Geomaterialien mit einem hohen Anteil organischer Substanz wie bestimmte Schiefer und nicht zuletzt Kalkstein (Travertin). Gerade organische Anteile in Gesteinen können aufgrund ihrer geologischen Geschichte signifikante Mengen Uran und Thorium enthalten.

Der TÜV SÜD Industrie Service analysiert in umfangreich ausgestatteten Messlaboren für die Radiometrie von Baustoffen nicht nur die geogene Radioaktivität in mineralischen Materialien. Er gibt zudem Auskunft über den Aktivitätsindex und über zusätzliche Eigenschaften der Primärrohstoffe wie Festigkeit oder Lebensdauer. Zertifikate und Nachweise für Hersteller, Händler und Importeure sind weitere Leistungen.

www.tuev-sued.de/baustoffradiometrie

11.02.2019

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