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So steigern Sie Ihre mentale Fitness

In der heutigen Arbeitswelt sind vor allem geistige Leistungen gefragt. Es reicht nicht aus, nur für körperliche Fitness zu sorgen, also das Zusammenspiel von Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit durch regelmäßiges Training bereitzustellen. Denn körperliche und mentale Fitness gehören untrennbar zusammen. Es ist wichtig, dass wir uns dieser Tatsache stets bewusst sind und ausdrücklich dafür sorgen, dass uns auch mentale Fitness in ausreichendem Umfang jederzeit zur Verfügung steht. (Foto: R.Jürgens/pixelio.de)

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Das Gehirn ist ein Muskel und muss stets trainiert werden. (Foto: R.Jürgens/pixelio.de)

Der Grund, warum manche Personen in der Lage sind, mit möglicherweise belastenden Situationen gelassen umzugehen, andere dagegen mit Stressempfinden reagieren, liegt in der jeweiligen mentalen Belastbarkeit. Und diese mentale Belastbarkeit, das ist eine Tatsache, lässt sich gezielt trainieren.

Erfolgreiche Menschen strahlen vor allem Gelassenheit, Souveränität und Energie aus. Um gut mit den Anforderungen im beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld zurechtzukommen, brauchen wir eine starke Persönlichkeit und einen guten Umgang mit uns selbst. Zuversicht, Stärke und Selbstvertrauen entstehen im eigenen Kopf. Dafür sind allein wir verantwortlich. Ein guter Umgang mit sich selbst ist somit eine der wesentlichen Voraussetzungen für Erfolg. Dabei können vollkommen gleiche Situationen bei verschiedenen Menschen zu völlig unterschiedlichen Wahrnehmungen und Reaktionen führen.

Ich möchte Ihnen diesen Umstand einmal verdeutlichen. Stellen Sie sich die folgende Situation im Arbeitsleben vor: Der Vorgesetzte bittet seinen jungen Mitarbeiter, sich kurzfristig in eine wichtige Problemstellung einzuarbeiten, eine mögliche Vorgehensweise zur Lösung zu skizzieren und die Erkenntnisse in einer maximal zehnseitigen PowerPoint Präsentation zusammenzufassen. Die Präsentation soll in vier Tagen vor der Geschäftsführung stattfinden und ebenfalls durch den jungen Mitarbeiter erfolgen. Trotz starker beruflicher Belastung freut sich unser Mitarbeiter, dass man ihn gefragt hat und stürzt sich mit Elan auf diese herausfordernde Aufgabe. Jetzt kann er zeigen, was in ihm steckt, vor der Geschäftsführung brillieren und sich so für zukünftige anspruchsvolle Projekte empfehlen.

Sein gleichaltriger Kollege im Nachbarraum, ebenfalls bis über beide Ohren mit Arbeit zugedeckt, hätte auf die gleiche Situation möglicherweise vollkommen anders reagiert: Die gleiche Bitte seines Vorgesetzten wäre vielleicht auf verdeckte oder offene Ablehnung gestoßen. Der Gedanke „warum soll immer ich die Kastanien aus dem Feuer holen“ sogar vielleicht einhergegangen mit aufsteigendem Ärger und Frust, die nächsten Abende im Büro und nicht zu Hause zu verbringen.
Der entscheidende Unterschied zwischen den Kollegen ist die verschiedene Deutung der Situation durch die beiden. Die Wahrnehmung der vollkommen identischen (objektiven) Situation basiert immer auf unseren subjektiven Erfahrungen der Vergangenheit. Während sich der eine freut, fühlt sich der andere belastet und ausgenutzt. Dabei gilt jedoch, dass wir selbst entscheiden können, wie wir mit solchen Situationen umgehen wollen. Wir können uns darauf vorbereiten, indem wir uns mental trainieren und somit stärken.

Mit diesen Tipps stärken Sie Ihre mentale Fitness:
1. Steuern Sie ganz bewusst und zuversichtlich Ihre eigenen Gedanken. Hören Sie zum Beispiel auf, sich selbst immer wieder zu kritisieren. Bedenken Sie: Wir sind das, was wir über uns denken. Belohnen Sie sich selbst ab und zu. Wenn eine Situation einmal schwierig zu werden droht, dann führen Sie ein Selbstgespräch mit sich selbst: „Das habe ich schon mal gut hinbekommen, das klappt wieder“, „das schaffe ich“. Sprechen Sie laut mit sich selbst.
2. Wenn Sie eine schwierige Situation vor sich haben, dann denken Sie an etwas Ähnliches aus der Vergangenheit und daran, wie Sie erfolgreich damit umgegangen sind. Über die richtigen Fragen können Sie Ihre Gedanken in diese Richtung lenken, weg von der Schwierigkeit hin zum Positiven bewältigen. Sie können sich zum Beispiel fragen, „wann habe ich eine ähnliche Situation schon mal mit Bravour gemeistert“, „wie genau bin ich dabei vorgegangen und was hat mir dabei geholfen“, „welche meiner Stärken könnte ich jetzt dafür einsetzen“, „was habe ich alles in letzter Zeit an Positivem dazugelernt“ .
3. Entwerfen Sie ein positives Bild von der Zukunft. Stellen Sie sich vor, was Sie alles erreichen werden. Malen Sie dieses Bild oder schreiben Sie Ihre Erfolge auf eine Karte, die Sie immer wieder mal zur Hand nehmen und betrachten. Sie werden sehen, dass die Freude auf die Zukunft und Ihre Erfolge allen möglichen Schwierigkeiten und Anstrengungen, die unterwegs auf Sie warten, die Spitze nimmt.
4. Setzen Sie sich Ziele und Etappenziele, die Sie erreichen möchten. Sagen Sie nicht „ich möchte im nächsten Jahr ein guter Läufer sein“, sondern „morgen schließe ich mich dem Lauftreff an, damit ich im Sommer so fit bin, dass ich ohne außer Atem zu kommen die Zehn-Kilometer-Strecke schaffen werde“.
5. Suchen Sie sich einen persönlichen positiven Glaubenssatz. Diese wirken verborgen im Unterbewusstsein und helfen uns, so richtig zum Erfolg durchzustarten. Entscheiden Sie sich bewusst dafür, in welche Richtung Ihre Gedanken gehen sollen, zum Beispiel „ich bin, wie ich bin“, „ich habe noch alles geschafft“, „ich lerne jeden Tag dazu“, „ich bin es mir wert“.
6. Fordern Sie sich selber heraus. Lassen Sie keine Gelegenheit aus, etwas hinzuzulernen. Besuchen Sie Fortbildungskurse, buchen Sie mit ihrem Partner/Ihrer Partnerin Tanzkurse, belegen sie Konversationskurse in Englisch oder jeder anderen beliebigen Sprache. Lernen Sie hinzu und bilden Sie sich weiter. Das Gehirn ist wie ein Muskel, der trainiert werden will. Sie werden feststellen, dass Sie entspannter werden, leichter lernen und besser mit geistigen Herausforderungen zurechtkommen. Trainieren Sie sich eine Neugierde an, wie auch kleine Kinder sie haben. Lassen Sie sich auf Neues ein.
7. Akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind. Diese Grundhaltung stärkt ihr Selbstwertgefühl ungemein. Es entspannt und kann Ihnen völlige Ruhe bringen, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.

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FLIESEN & PLATTEN-Autor Marc Sobolewski

Marc Sobolewski

hat seinen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln gemacht. Seit 2002 bietet er erfolgreich Marketing- und Vertriebsberatung an, einschließlich Workshops und Trainings. Davor war er viele Jahre im Mittelstand und in Konzernen tätig, zuletzt in der Geschäftsleitung eines mittelständischen Herstellers, verantwortlich für Marketing und Vertrieb. In seine Beratung, Workshops und Trainings fließen fundierte Erfahrungen aus der Konsumgüter- und Fliesenbranche ein. Seit 2008 beschäftigt er sich zudem damit, Veränderungsprojekte in Unternehmen durch begleitende Change Management-Maßnahmen zum erfolgreichen Abschluss zu führen. Marc Sobolewski ist zertifizierter Verkaufs- und Verhaltenstrainer nach den Richtlinien des dvct. Seit 2005 bringt er als Autor praktisches Fliesen-Verkaufswissen auf den Punkt. Mittlerweile sind über 100 Artikel von ihm erschienen.

Kontakt: Marc Sobolewski
Telefon: 069/5979 7558
E-Mail:  m.sobolewski@m-2-s.de
Web: www.m-2-s.de

18.03.2016