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Asbest auch in alten Fliesenklebern

Bei Umbaumaßnahmen wird vermehrt Asbest an verdeckten Stellen gefunden, die ­bislang wenig im Fokus standen. So können alte Fliesenkleber, Putze, Spachtelmassen, Beschichtungen und ähnliche Baustoffe Asbest enthalten. (Foto: Tauw GmbH)

Tauw GmbH, Asbest, Faserstruktur, Olaf Dünger
Im Schwimmbad verbarg sich die ­Asbestfundstelle hinter einer bituminösen ­Wandbeschichtung. (Foto: Tauw GmbH)

Ab den 1950er Jahren und bis weit in die 1990er Jahre hinein wurden in Deutschland umfangreich asbesthaltige Baustoffe verarbeitet. Bei Modernisierungen oder Rückbaumaßnahmen im Bestand sollte daher jeder Bauherr davon ausgehen, dass in einem Gebäude aus dem fraglichen Herstellungs- und Nutzungszeitraum neben Schadstoffen wie Teerprodukten, Holzschutzmitteln und alter Mineralwolle immer auch Asbestprodukte vorhanden sein können.

Seit Einführung der baurechtlich verankerten Asbestrichtlinien sind in Deutschland in Bestandsgebäuden viele Untersuchungen auf Asbest erfolgt und umfangreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt worden. Dabei lag der Fokus häufig auf bekannten, typischen Fundstellen von schwach gebundenen Asbestprodukten im Bereich des Brandschutzes, zum Beispiel brandschutztechnische Ertüchtigung von Stahlkonstruktionen mit Leichtbauplatten oder Spritzasbest, Einsatz im Bereich von Brandabschnitten, Lüftungskanälen und so weiter.

Es ist inzwischen gängige Praxis, dass Bestandsgebäude vor baulichen Eingriffen auf mögliche Schadstoff- und Asbestfundstellen untersucht werden. Dies hat inzwischen auch der Gesetzgeber klarer als in der Vergangenheit als Auftrag an Bauherren und ausführende Firmen im § 15 der Gefahrstoffverordnung formuliert:

08.12.2014

Das im Dunkeln sieht man nicht

Bei Umbaumaßnahmen in Bestandsgebäuden wird vermehrt Asbest an verdeckten Stellen gefunden, die ­bislang wenig im Fokus standen. So können alte Fliesenkleber, Putze, Spachtelmassen, Beschichtungen und ähnliche Baustoffe Asbest enthalten. Bei Baualtersklassen von 1950 bis Ende der 1990er Jahre sollten daher bei Um- und ­Rückbaumaßnahmen vertiefende Untersuchungen auf eine Asbestgefährdung durchgeführt werden. Der folgende ­Artikel verdeutlicht diese Notwendigkeit anhand verschiedener Fallbeispiele.

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