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Politik dringt auf Rückkehr zur Meisterpflicht

Nach fast 15 Jahren ohne Meisterpflicht erwägt die Bundesregierung eine Rolle rückwärts und damit eine Rückkehr zum alten System, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. (Foto: msd)

Fliesenlegerhand
Macht die Bundesregierung jetzt Ernst und den Weg frei für eine Rückehr zur Meisterpflicht? (Foto: msd)

Der Artikel verweist auf zunehmende Zweifel bei Wirtschaftspolitikern wie Carsten Linnemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von CDU/CSU und Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der Union. Linnemann wird dort mit der Forderung zitiert: „Die Abschaffung der Meisterpflicht war ein Fehler. Die Qualität der Arbeit hat sich in diesen Gewerken teilweise deutlich verschlechtert, außerdem wird weniger Nachwuchs ausgebildet. Wir sollten die Meisterpflicht deshalb in bestimmten Berufen wiedereinführen.“ Linnemann verweist dabei explizit auf das Gewerk der Fliesenleger: Dort sei neben einem signifikanten Anstieg der Betriebe gleichzeitig ein Rückgang der Auszubildendenzahl im gleichen Zeitraum um ein Viertel zu vermelden.

Auch von Seiten der Sozialdemokraten sind entsprechende Aussagen zu hören. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Sören Bartol erklärte gegenüber der FAZ: „Ich erwarte von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einen konkreten Vorschlag, wie man die Handwerksordnung ändern kann, ohne vor dem Bundesverfassungsgericht und der Europäischen Kommission zu scheitern. Wenn da nichts weiter kommt, müssen wir im Bundestag aktiv werden."

Union und SPD hatten sich schon im Koalitionsvertrag auf eine Absichtserklärung verständigt. Es scheint, als wolle die Regierung es diesmal nicht bei der bloßen Absichtserklärung belassen ...

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