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Merkblätter und Großformatverlegung im Fokus

Beim 8. Tag der Technik in Krefeld, der am 17. Mai vom Fachverband Fliesen und Naturstein im Baugewerbe-Verband Nordrhein veranstaltet wurde, konzentrierte sich vieles auf neue Merkblätter und auf die Frage, wie vollflächig die Verlegung bei Großformaten sein muss beziehungsweise kann.

Tag der Technik 2019
Markus Ramrath stellte den Tagungsteilnehmern zwei der neuen FFN-Merkblätter vor. (Foto: msd)

Den Anfang bei den Referaten machte Joachim Fülle von der Codex-Anwendungstechnik, der in seinem Vortrag auf die neue Generation der Epoxidharzfugen einging. Er betonte die Vorteile wie eine hohe Widerstandsfähigkeit in Sachen Abrieb und Schmutz, eine große Verfärbungsresistenz und die Beständigkeit gegen viele aggressive Medien.

Neue Merkblätter vorgestellt

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden drei neue vom Technischen Ausschuss des Fachverbands Fliesen und Naturstein herausgegebene Merkblätter vorgestellt. Markus Ramrath präsentierte dabei die Merkblätter „Großformate“ und „Bewegungsfugen in Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten“, während Rainer Reichelt auf jenes zur Verlegung auf Entkopplungssystemen im Innenbereich einging.

Bezüglich des Merkblatts zu den Entkopplungssystemen, das in Zusammenarbeit mit dem Euro-FEN erarbeitet wurde, betonte Reichelt, dass hierdurch die Verwendung von Entkopplungssystemen erstmals keine Sonderkonstruktion darstelle und somit der Fliesenleger auch keine schriftliche Vereinbarung mit dem Bauherrn aushandeln müsse. „Ein entkoppelter Fliesenbelag stellt also ab sofort eine geregelte Bauweise dar“, machte Reichelt deutlich.

Wie vollflächig ist vollflächig?

Einen zentralen Punkt nahm im Tagungsablauf die Frage ein, wie vollflächig eine so genannte vollflächige Verlegung bei großformatigen Fliesen sein kann. Dazu gab es einen praktischen Versuch, bei dem vier unterschiedliche Verlegmethoden zum Einsatz kamen: Bei der ersten Variante wurde der Klebemörtel lediglich auf dem Untergrund mit einer 8mm-Zahnung aufgetragen. Im zweiten Durchgang wurde mit einer 12er Zahnung auf dem Boden und einer Kratzspachtelung auf der Fliesenrückseite verlegt, beim dritten und vierten Versuch wurde jeweils das Buttering-Floating-Verfahren mit einer 12er Zahnung auf dem Untergrund angewendet und die Fliesenrückseite mit einer 6er beziehungsweise einer 8er Zahnung aufgekämmt.

Überzeugend war das Resultat bei der Verlegung mit 12er Zahnung auf dem Boden und einer Kratzspachtelung auf der Fliesenrückseite. Die Benetzung war vergleichbar mit den Buttering-Floating-Versuchen mit abgekämmter Kleberschicht auf der Fliesenrückseite und bedeutete deutlich weniger Zeitaufwand.

Tag der Technik 2019
Überzeugend war das Resultat bei der Verlegung mit 12er Zahnung auf dem Boden und einer Kratzspachtelung auf der Fliesenrückseite. (Foto: msd)

Staubarm arbeiten

Abgerundet wurde der Tag der Technik durch einen Vortrag zum Thema Staubprävention. Rainer Dörr von der BG Bau informierte die Tagungsteilnehmer über die finanzielle Förderung durch die BG bei der Anschaffung von Geräten und Werkzeugen, die dem Arbeitsschutz dienen und nannte in diesem Zusammenhang unter anderem Bauentstauber, Luftreiniger und Hohlbohrer mit Absaugvorrichtung.

Darüber hinaus wies er darauf hin, dass künftig Baustellen stillgelegt werden können, wenn bei Kontrollen festgestellt wird, dass dort ohne staubmindernde Maßnahmen gearbeitet werde. Als Beispiele nannte er Bohren über Kopf, trockenes Kehren mit dem Besen oder das Abschlagen von Putz oder Fliesen.

Einen ausführlichen Beitrag zu dem Tag der Technik 2019 finden Sie in der nächsten Ausgabe von F + P Fliesen und Platten.

21.05.2019

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