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Marmomac 2020: Drei Tage im Netz

Die Veroneser Fachmesse findet vom 30. September bis zum 2. Oktober auf einer digitalen Plattform statt. Als Projektnamen wählte der Veranstalter „Marmomac Re-start“. (Foto: Messe Verona)

Marmomac (Foto: Messe Verona)
Marmomac 2020: Tools für Messen und Menschen (Foto: Messe Verona)

Nach der Cersaie und der Tecnargilla in Rimini hat sich nun auch die Messe Verona dazu entschlossen, ihre Steinfachmesse, die traditionell parallel zum Bologneser Keramiksalon stattfindet, in ihrer üblichen Form in diesem Jahr auszusetzen und erst im kommenden Jahr wieder als „physische“ Veranstaltung anzubieten.

Anstatt auf dem Messegelände soll sich die globale Stein-Branche auf einer digitalen Plattform treffen. Das Projekt „Re-Start“ und seine digitalen Tools sollen die Unternehmen insbesondere mit solchen Märkten interaktiv verbinden, die weiterhin vom Corona-Virus betroffen sind. Das System biete „maßgeschneiderte“ Lösungen für eine „gezielte“ und „sichere“ Kommunikation, so die Messe in einer Mitteilung vom 8. Juli.

Zögerliche Aussteller

Noch in der letzten Juni-Woche erfuhr man auf telefonische Anfrage aus Verona, dass die Marmomac wie gewöhnlich ihre Tore öffnen würde. Verschiedene große Aussteller äußerten sich allerdings zu dem Zeitpunkt bereits gegenüber Fliesen und Platten dahingehend, dass eine endgültige Entscheidung über eine Teilnahme als Aussteller noch nicht gefallen sei: Ein für diesen Monat und diesen Zeitpunkt absolut unüblicher Sachstand.

Ausschlaggebend für die Messe mag auch die Entscheidung der Europäischen Union gegen Ende Juni gewesen sein, ab dem 1. Juli vorerst keine Einreise unter anderem aus den USA und Russland zu erlauben. Gut 62 Prozent der Fachbesucher der Marmomac reisen aus 150 Ländern nach Verona. Von diesen kommen viele aus den beiden genannten Ländern. Diese Einreisebestimmungen werden in einem zweiwöchentlichen Abstand aktualisiert.

In diesem Jahr trifft man sich darum im Netz.

www.marmomac.com

14.07.2020