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HWK Stuttgart: Mehr Azubis und mehr Abiturienten

Die Nachwuchswerbung scheint zu fruchten: Das Handwerk der Region Stuttgart hatte mit 1,5 Prozent mehr neuen Lehrverträgen einen erfolgreichen Start ins neue Lehrjahr. Unter den Auszubildenden sind dabei immer mehr Abiturienten. (Foto: HWK Stuttgart)

Infomobil der Handwerkskammer Stuttgart (Foto: HWK Stuttgart)
Das Infomobil ist eine der zahlreichen Maßnahmen der Handwerkskammer Stuttgart zur Nachwuchsgewinnung. (Foto: HWK Stuttgart)

4.123 junge Menschen aus der Region Stuttgart haben Anfang September ihre Ausbildung im Handwerk begonnen. „Wir freuen uns enorm, dass wir auf das bereits sehr hohe Niveau der Vorjahre nicht nur aufbauen, sondern sogar eine Schippe drauflegen konnten“, sagt Thomas Hoefling, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart.

Die Handwerkskammer und die Mitgliedsbetriebe haben zuvor in Sachen Nachwuchswerbung einiges unternommen, was offenbar gut ankommt. „Egal ob Bildungspartnerschaften, Azubimarketing oder Schnupperpraktika: Unsere Unternehmen investieren viel, um jungen engagierten Nachwuchs für die Branche zu begeistern. Die positiven Zahlen zeigen wieder einmal, dass diese Bemühungen belohnt werden“, so Hoefling. Die Handwerkskammer Stuttgart unterstützt Schülerinnen und Schüler mit 16 Maßnahmen zur Berufsorientierung im Handwerk.

Zahl der Abiturienten in zehn Jahren fast verdoppelt

Dabei entscheiden sich immer mehr Abiturienten für eine Ausbildung im Handwerk. 17,2 Prozent der neuen Azubi-Generation bringt ein Abitur oder eine Fachhochschulreife mit. Vor zehn Jahren waren es deutlich weniger als zehn Prozent. Auch in ihrer Beratung bemerkt die Handwerkskammer Stuttgart das steigende Interesse von Abiturienten am Handwerk: „Immer mehr Studierende erkennen die Wertigkeit einer handwerklichen Karriere und entscheiden sich nach oder schon während ihres Studiums für eine Ausbildung im Handwerk“. Speziell für Studienaussteiger betreibt die Handwerkskammer ein Beratungsangebot, das bei der beruflichen Neuorientierung hilft.

„Ein beruflicher Bildungsweg gewinnt bei den jungen Menschen zunehmend an Ansehen“, stellt Hoefling fest. „Wer heute in eine Lehre startet, ist der Macher von morgen.“ Mit dem Gesellenbrief in der Tasche haben die jungen Menschen dann sehr gute Aussichten in vielen Branchen, so Hoefling. Nicht umsonst werde der Meistertitel im europäischen Qualifikationsrahmen als einem Bachelorabschluss gleichwertig eingestuft. Auch die geplante Verbesserung der BAföG-Zahlungen für die Höhere Berufsbildung im Handwerk sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

www.hwk-stuttgart.de

09.09.2019

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