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Wer im Freien arbeitet, sollte sich schützen

Die Hitzewelle rollt gerade. Beschäftigte auf Baustellen können es aber häufig nicht vermeiden, sich in der prallen Sonne aufzuhalten. Deshalb ist es wichtig, sich zu schützen, sonst drohen Hitze- und Hautschäden. (Foto: Thomas Lucks/BG Bau)

Hitze, Hautschäden, BG Bau
Viel trinken ist bei großer Hitze besonders wichtig. (Foto: Thomas Lucks/BG Bau)

Nach Möglichkeit sollen die Arbeiten in die frühen Morgen- oder in die Abendstunden verlegt werden. Ist dies nicht möglich, helfen Schattenspender für Arbeitsplätze und geeignete Bekleidung. Wo das nicht möglich ist, sind der Sonne ausgesetzte Körperteile mit UV-Schutzcremes zu schützen. Darauf weist die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) in Berlin hin.

„Die Hitze darf nicht unterschätzt werden“, sagt Bernhard Arenz, Präventionsleiter der BG BAU. Besonders wichtig ist es bei hohen Temperaturen, viel zu trinken. Mindestens zwei bis drei Liter sollten es pro Tag sein. Geeignet sind Mineralwasser, Früchtetee oder Fruchtschorle. Nach Möglichkeit sollte für gute Belüftung der Arbeitsbereiche und für Verschattungen, beispielsweise mit Sonnensegeln, Pavillons oder Sonnenschirmen, gesorgt werden. Ihre Pausen sollten die Berufstätigten im Schatten verbringen. Sinnvoll ist es auch, Baumaschinen und Fahrzeuge mit Klimaanlage zu verwenden.

Wichtig ist es, dass sich die Unternehmen rechtzeitig vorbereiten. Dazu gehört auch, dass die Beschäftigten über mögliche Symptome von Hitzeerkrankungen und notwendige Erste-Hilfe-Maßnahmen informiert sind und aufeinander achten. Kommt es trotz aller Vorsicht zu einer Hitzeerkrankung, müssen Betroffene sofort in den Schatten gebracht werden. Bewusstlose sind in die stabile Seitenlage zu legen, der Kopf leicht erhöht zu lagern und der Körper mit feuchten Tüchern zu kühlen. Besonders wichtig ist es in solchen Fällen, den Rettungsdienst zu alarmieren (Rufnummer 112).

„Aber auch die Gefahren eines ungeschützten Aufenthalts in der Sonne dürfen nicht unterschätzt werden. Beschäftigte auf Baustellen sollten Sonne möglichst meiden. Ist dies nicht möglich, ist ein guter UV-Schutz unverzichtbar“, betont Arenz. „Das kann durch lange Hosen, lange Oberbekleidung sowie durch einen Schutzhelm mit Nackenschutz oder eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe erreicht werden.“ Deshalb empfiehlt die BG BAU ergänzend zur notwendigen persönlichen Schutzausrüstung dicht gewebte, luftdurchlässige Bauwollkleidung. Nicht durch Kleidung geschützte Hautflächen – zumeist im Gesicht und den Händen – sind Sonnenschutzmittel mindestens mit Lichtschutzfaktor 30 geeignet. UV-Schutzbrillen sollen den Europäischen Normen EN 166 oder EN 172 genügen.

Informationen unter www.bgbau.de/bauwetter-app

www.bgbau.de

12.08.2020

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