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Heinrichs Fliesenmarkt: Kojen als Hingucker

Bei Heinrichs Fliesenmarkt in Lübeck schöpfen Kunden aus dem Vollen: Die hochwertige Ausstellung ist groß und luftig, das anspruchsvolle Sortiment sorgfältig ausgewählt, und damit weder Hunger noch Durst den Rundgang stören, stehen Obst, Kaffee und Tee bereit. (Foto: Petra Menke)

Fliesenmarkt, Ausstellung, Handel
1 Der Waschtisch aus echtem Holz ist perfekt auf das Glasmosaik der Wand abgestimmt. (Fotos 1-4: Petra Menke)
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2 Echter Blickfang: Koje mit grafischen Fliesenmotiven

Im Stammhaus Lübeck zeigt das 1999 von Heinrich Drews gegründete Familienunternehmen auf rund 2.000 Quadratmetern hochwertige Fliesen im mittleren bis hohen Preissegment. Augenfällige Besonderheit der Ausstellung: Die offene Halle mit ihrer an mehreren Stellen mediterran anmutenden Ausstellung, die eine räumliche Einheit mit dem 400 Quadratmeter großen Fachmarkt bildet. Gleichsam unübersehbar sind auch die zehn Viererkojen sowie das „Haus-im-Haus-Konzept“, das gleich mehrfach eingesetzt wird und Lust macht, die Räumlichkeiten intensiver zu erforschen. Damit Kunden zwischendurch die Energie nicht ausgeht, versorgt sie der Fachhändler mit frischem Obst, Kaffee und Tee – gratis, versteht sich.

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3 In der Fliesenbibliothek können Kunden in aller Ruhe nach „ihrer“ Fliese suchen.

Zu den wichtigsten Fliesenlieferanten von Heinrichs Fliesenmarkt, der bei der Wahl zum CARO-Händler des Jahres 2014 Dritter in der Kategorie Large wurde, gehören Cotto d’Este, Lea, Serenissima und Porcelanosa, wobei letzterem ein eigenes, edles Studio gewidmet ist. Ebenfalls prominent vertreten ist Bisazza. Möbel und Sanitärprodukte der Vorwandinstallationen vertreibt der Händler selbst; sie stammen von Quadro Sanitär, der Sanitärmarke der Einkaufsgemeinschaft Orion, in der er seit 2003 Mitglied ist.

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4 Stefanie Kaun und Arne Neugebauer

Fliesenbibliothek für ausgefallene Wünsche

Ein Höhepunkt der Ausstellung sind fraglos die herrlichen Kojen, deren Gestaltung einem steten Wandel unterliegt: „Die Kojen halten die Ausstellung am Leben, das lassen wir uns was kosten“, sagt Stefanie Kaun, Tochter von Heinrich Drews, der sich mittlerweile aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat. Ebenfalls nicht verpassen sollten Kunden die hochmoderne Fliesenbibliothek im hinteren Hallenbereich, die eine Vielzahl unterschiedlicher Serien, Farben und Oberflächen bereithält, die sich mit einem Handgriff herausziehen lassen. „Kunden, die spezielle Wünsche haben, können hier erst einmal in aller Ruhe selbst gucken, was ihnen gefällt“, ergänzt Kaun.

An die Fliesenbibliothek grenzen rechts ein stylishes Kaminzimmer und links eine ausgefallene Großformatkoje, die beide mit hinterleuchteten Panoramabildern aufwarten. Die Großformatkoje ist insofern erwähnenswert, als Heinrichs Fliesenmarkt hier mit der Fasuro GmbH zusammenarbeitet. Deren Spezialität ist es, 3,5 Millimeter dünnes keramisches Feinsteinzeug von Cotto d’Este im Format 3 x 1 Meter auf Gehrung zu schneiden und damit Sanitärprodukte und Möbel so zu verkleiden, dass Waschbecken, Badewannen, Tische, Empfangstresen, Regale und Büromöbel den gleichen Look tragen wie Fußboden und Wände. „Fasuro hat damit eine Marktnische gefunden, wir liefern lediglich das Material dafür“, so die 36 Jahre alte Industriekauffrau.

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5 Beleuchtung spielt eine wichtige Rolle in der Ausstellung. (Foto: Heinrichs Fliesenmarkt)

Durchdachte Services

Besonderen Wert legt Heinrichs Fliesenmarkt nach eigenen Angaben auf eine erstklassige Beratung und kurze Lieferzeiten. Möglich werden diese durch Direktimporte von den größten und wichtigsten Herstellern im Sortiment. Darüber hinaus profitieren Kunden neuerdings von einer persönlichen Verlegefachberatung, die örtliche Fliesenleger jeden Samstag in der Ausstellung anbieten – ein Konzept, das Heinrich’s Fliesenmarkt bereits 2005 an seinem zweiten Standort in Kiel eingeführt hat. „Das ist eine klassische Win-Win-Situation“, sagt Arne Neugebauer, Prokurist und stellvertretender Geschäftsführer des Unternehmens. „Als reiner Fachhändler, der selbst keine Verlegearbeiten ausführt, können wir keine technischen Detailfragen beantworten.“ Wohl aber der örtliche Fliesenleger, der auf diese Weise die Chance erhält, auch gleich einen Auftrag zu bekommen. Für positives Kundenfeedback sorgt auch ein absenkbarer Anhänger, der es ermöglicht, Material für Privatkunden bis ganz nah ans Haus zu liefern. Auf ein 3-D-Planungstool indes verzichtet der Händler: „Es ist nicht so, dass wir die Investition scheuen“, betont Neugebauer, „aber wir sind von der Qualität der Bilder nicht wirklich überzeugt.“

www.heinrichs-fliesenmarkt.de

CARO-Händler des Jahres 2014

FLIESEN & PLATTEN-Autorin Petra Menke

Petra Menke

Petra Menke lebt als freie Journalistin und Texterin in Frankfurt am Main. Die Diplom-Biologin ist spezialisiert auf Umwelt-, Gesundheits- und Technikkommunikation und schreibt für Fachmedien sowie für Unternehmen unterschiedlichster Branchen.

www.petra-menke.de

18.05.2015