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Fliesen-Nationalmannschaft: Erstes Training in Bad Zwischenahn

Nach der coronabedingten Pause hat sich das Team der Fliesen-Nationalmannschaft zum ersten Mal zum Training getroffen. Dabei haben die Teammitglieder anspruchsvolle Bauwerke angefertigt und Gerald Weihe hat sich als neuer Trainer vorgestellt. (Fotos: ZDB)

Das Team der Fliesen-Nationalmannschaft 2020 (Foto: ZDB)
Endlich live und in Farbe in Bad Zwischenahn (v. l.): Weltmeister Björn Bohmfalk, der neue Trainer Gerald Weihe, Marcel Beyer, die EM-Kandidaten Yannic Schlachter und Silas Dulle (beide vorne) sowie FFN-Vorstandsmitglied Andreas Beyer. (Foto: ZDB)

Nach drei Monaten „home training“ kam das Team im Bau-ABC Rostrup in Bad Zwischenahn persönlich zusammen. Debüt als neuer Trainer hatte Fliesenleger- und Lehrwerkmeister Gerald Weihe aus dem Bau-ABC Rostrup. Er wird mit weiteren Trainerkollegen das Team auf die Berufseuropameisterschaft EuroSkills vorbereiten, die aufgrund des Corona-Virus von September 2020 auf Januar 2021 verlegt worden ist. Der Wettbewerb wird im österreichischen Graz stattfinden.

Zur Fliesen-Nationalmannschaft gehören die besten deutschen Fliesenleger, die sich über die Deutsche Meisterschaft in den bauhandwerklichen Berufen qualifiziert haben. Das sind derzeit der 21-jährige Silas Dulle aus Zetel in Niedersachsen und der 20-jährige Yannic Schlachter aus Albbruck in Baden-Württemberg. Silas Dulle wurde im November 2019 bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Zwischenahn erster, Yannic Schlachter zweiter.

Training unter Wettbewerbsbedingungen

Während des Trainings müssen wie beim internationalen Wettbewerb mehrere Wände und Böden mit anspruchsvollen Motiven gefliest werden, meist Gebäude, Flaggen oder Logos des Gastgeberlands und -orts. Die Motive erfordern anspruchsvolle Schnitttechniken. Diese gilt es in den Trainings zu optimieren. Auch wird geübt, mit der im Wettbewerb zur Verfügung stehenden Zeit (bei der WM 18 Zeitstunden an drei Wettbewerbstagen) hinzukommen. In Bad Zwischenahn wird die EM-Aufgabe von 2018 geübt, unter anderem ist die Budapester Kettenbrücke abzubilden.

Nur einer fährt zur EM

Dulle und Schlachter zeigten sich bei dem Training als ehrgeizige Fliesenleger mit großer Leidenschaft für ihren Beruf. „Durch die Mitgliedschaft im Nationalteam verspreche ich mir eine deutliche Verbesserung der beruflichen Qualifikation und es wäre für mich eine große Ehre, zur EM fahren zu dürfen“, so Dulle. Schlachter will das eigene Können bei einem internationalen Wettbewerb unter Beweis stellen und zeigte sich „sehr motiviert und optimistisch“ für seine Teilnahme am Wettbewerb. Im Spätsommer wird entschieden, wer fahren wird.

Mehr zum ersten Training der Fliesen-Nationalmannschaft lesen Sie in Ausgabe 8/2020 von F+P Fliesen und Platten.

www.zdb.de

16.06.2020

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