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Exklusivbericht: Heimat ist hip

Globales Bewusstsein einerseits und die daraus resultierende Sehnsucht nach Heimat andererseits machen nicht nur regionales Produktdesign populär, sondern sind auch die Basis für einen nachhaltigen Regionalitäts-Run. (Foto: insiderwerk)

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Grohn präsentiert die heimatlichen Zutaten für die Fliese. (Foto: insiderwerk)

Kennen Sie den elementaren Unterschied zwischen Heimat und Herkunft? Da, wo ich herkomme, muss nicht zwangsläufigerweise auch meine Heimat sein, werden Sie vielleicht antworten. Stimmt. Und damit haben sie schon ein wesentliches Unterscheidungskriterium benannt. Herkunft fragt nach dem Substantiellen, dem Kern, dem Tatsächlichen.

Alter Hut, neu entdeckt

Zwei Beispiele: Die Firma Grohn präsentiert in ihrer eigenen Ausstellung die "Zutaten", die eine Fliese ausmachen, haptisch sinnlich. So schafft Grohn die Basis für das Vertrauen der Kunden in die Qualität der Fliese.

Ein Gasthof am Bodensee mit langer Bierbrautradition, den wir unlängst bei einer unserer CARO-Touren besuchten, verbindet die Gestaltung seiner Gästezimmer mit eben diesem Thema und erreicht darüber die Identifikation des Gasts mit dem Betrieb. Thema Herkunft also.

Heimat hingegen fragt nach Sentimentalität und Sehnsucht und ist damit tiefgreifend emotional. Heimat ist gefragt und längst nicht mehr nur besetzt mit Assoziationen wie Alpenglühn und Musikantenenstadl. Heimat beschreibt im Kern einen ernstzunehmenden, wachsenden Wunsch der Menschen nach Bewährtem, Verlässlichem, Vertrautem.

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Ein Gasthof mit Brautradition thematisiert das im Hotelzimmer.

Heimatmarken

Und da, wo Begehrlichkeiten entstehen, sind Marken nicht weit. Folglich begegnen uns Heimatmarken mittlerweile überall: karierte Frühjahrsmode im herzig-bayrischen Look, maritim Gestreiftes mit einem Hauch Gold-Glamour für den stylischen Sylt-Fan, sogenannte Vintage-Möbel mit Patina und gewollten Gebrauchsspuren, als hätte man sie gerade eben auf einem angesagten Flohmarkt erstanden.

Gerade auch der Nahrungsmittelhandel und die Industrie nutzen schon lange den Trend zu mehr Regionalität mit Markenangeboten aus der Heimat. Warum nicht auch Sie?

Handelsmarke = Heimatmarke?

Eigenmarken im hiesigen Handel werden immer beliebter zumindest beim Handel. Darüber versuchen sie sich abzuheben und sich zu positionieren neben den gängigen Herstellermarken.

Aus Kundensicht ist der Nutzen eher gering. Markenprodukte vermitteln aufgrund ihrer spezifischen Positionierung und ihrer Kommunikation Sicherheit, Qualität, Stabilität. Hiesige Handelsmarken vermitteln im Moment noch wenig. Würde man sie jedoch inhaltlich aufladen und zum Beispiel mit einem unserer Themen markenspezifisch umsetzen, so erhielten sie ein Alleinstellungsmerkmal, das sie beim Kunden nachhaltig im Gedächtnis verankern würde.

Birgit Armbrüster

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Unter www.insiderwerk.com bündeln die Innenarchitekten und Designer Birgit Armbrüster, Elmar Schiffels und Werner Schwobe ihr Know-how für den Fliesenfachhandel. Ziel: Mit vereinten Kräften wollen die drei noch fokussierter auf Ihre Bedürfnisse eingehen und Sie mit innovativen Entwicklungen, Trends und Neuheiten im für Sie relevanten Markt versorgen. Unabhängig und herstellerneutral bieten sie Beratung, Betreuung und Ausstellungsgestaltung an Ihrem Point of Sale: nicht von der Stange, sondern neu, inspirierend und anders. Insiderwerk für Insider am Markt.

Kontakt:Birgit Armbrüster, Mobil 0172-8702406, E-Mail: armbruester@insiderwerk.com

www.insiderwerk.com

07.05.2012