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Emicode-Stichprobe: Drei Produkte fallen durch

Der Emicode kennzeichnet emissionskontrollierte Bauprodukte – doch erfüllen diese die Anforderungen auch? Das überprüft die Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e. V. (GEV) jedes Jahr und nimmt Proben. Nicht alle bestehen den Test. (Foto: GEV)

Labortest für Emicode-Produkte (Foto: GEV)
Labore testen, ob die ausgezeichneten Produkte die Anforderungen ihrer Emicode-Klasse erfüllen. (Foto: GEV)

Welche mit dem Emicode ausgezeichneten Produkte in die Stichprobe müssen, wählt die GEV per Los aus. 2019 haben fünf Labore 22 Produkte untersucht. Drei von ihnen verfehlten dabei die angegebene Emissionsklasse.

Eine getestete Spachtelmasse überschritt den für EC1 vorgegebenen Drei-Tage-Grenzwert von 1000 µg³ für Kurzzeitemissionen. Bei den EC1PLUS-Produkten erfüllte nach 28 Tagen ein Mörtel den TSVOC-Grenzwert von 40 µg/m³ ebenso wenig wie ein Fugendichtstoff. Die drei Hersteller müssen der GEV zunächst aktuelle Prüfprotokolle vorlegen und eine Bestätigung, dass sie die EMICODE-Anforderungen einhalten können.

Jährliche Stichproben zur Qualitätssicherung

Die Stichprobenkontrollen der GEV werden regelmäßig unangemeldet von unabhängigen Fachlaboren durchgeführt. So sollen Qualität und Glaubwürdigkeit der Emicode-Lizensierung sichergestellt werden. Im Zertifizierungssystem der GEV für emissionsarme Produkte wird einmal pro Jahr eine bestimmte Anzahl Produkte per Losverfahren bestimmt, frisch geprüfte Neulizenzierungen sind dabei wegen Wiederholungsprüfungen ausgenommen. Zusätzlich geht die GEV gegebenenfalls Hinweisen durch den Wettbewerb und bei Bedarf auch Verdachtsfällen nach. Herstellern, deren Produkte nicht den erforderlichen Werten entsprachen, wird eine Frist gesetzt, um sich von einem unabhängigen Prüfbericht die Einhaltung der Anforderungen bestätigen zu lassen. Wird der Frist nicht nachgekommen, entzieht die GEV dem Produkt seine Emicode-Auszeichnung. Sonderprüfungen drohen Herstellern, die mehrfach mit Abweichungen auffallen. Bei Auftreten von nachhaltig unzuverlässigen Werten beschließt der GEV-Vorstand zusätzliche Maßnahmen, die bis zum Ausschluss aus der GEV reichen können.

Mit dem Emicode-Siegel lizensiert die GEV umwelt- und gesundheitsverträgliche Baustoffe. Dabei betrachtet sie die VOC-Emissionen der Produkte und klassifiziert sie gemäß ihrer Emission.

www.emicode.com

19.05.2020

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