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Die „gute Stube“ der Friesen

Nordfriesische Kapitänshäuser, deren Einrichtung bis heute weitgehend originalgetreu erhalten blieb, zeugen von der Wohnkultur der Seefahrer im 18. Jahrhundert. Besonders beliebte Mitbringsel von den Reisen waren kostbare holländische Fliesen, die zum Teil ganze Räume schmücken. Bestes Beispiel ist der Königspesel auf Hallig Hooge.

Fliese (historische), Sanierung
Fliesen mit biblischem Inhalt schmücken alle Wände im Königspesel. (Foto: H. Schuster)

Die größte Touristenattraktion der Hanswarft, Hauptwarft der Hallig Hooge im nordfriesischen Wattenmeer, ist der Königspesel, eine ganz besonders kostbar ausgestattete Friesenstube aus dem 18. Jahrhundert. Der friesische Ausdruck „Pesel“ steht dabei für die „gute Stube“, die nur zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Taufen oder Weihnachten genutzt wurde. Die Bezeichnung „Königspesel“ geht zurück auf das Jahr 1825, als Hallig Hooge noch zum dänischen Hoheitsgebiet gehörte. Während einer Besichtigungsfahrt nach einer großen Sturmflut im Februar 1825 besuchte König Friedrich VI. von Dänemark die Hallig. Eine erneute Sturmflut machte seine Abfahrt unmöglich und so musste er die Nacht auf der Hallig bleiben.

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31.01.2018

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