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Deutliche Lohnerhöhung für Beschäftigte im Bauhauptgewerbe

Die Tarifverhandlungen der Bauwirtschaft sind mit einem Schiedsspruch des Schlichters Wolfgang Clement beendet worden. Die Schlichtung, der die Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt nun innerhalb von 14 Tagen zustimmen müssen, sieht deutliche Lohnerhöhungen vor. (Foto: ZDB)

Tarifverhandlungen Baugewerbe
Schlichter Wolfgang Clement (Mitte), ZDB-Verhandler Uwe Nostitz (rechts) und IG-Bau-Chef Robert Feiger bei der Vorstellung des Schlichterspruchs (Foto: ZDB)

19 Stunden verhandelte der ehemalige Bundeswirtschaftsminister mit den Tarifvertragsparteien. Für die rund 800.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe hat Clements Schiedsspruch vor allem ein Mehr im Portemonnaie zur Folge. Im Westen werden die Löhne und Gehälter ab 1. Mai 2018 um 5,7 Prozent erhöht, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 26 Monate. Darüber hinaus erhalten die Beschäftigten im Tarifgebiet West zum 1. November 2018 eine Einmalzahlung von 250 Euro, zum 1. Juni 2019 eine weitere von 600 Euro und zum 1. November 2019 noch einmal 250 Euro. Die Angleichung der Löhne und Gehälter im Osten wird in zwei Schritten von 6,6 Prozent zum 1. Mai 2018 und um 0,8 Prozent zum 1. Juni 2019 weiter vorangetrieben. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten im Tarifgebiet Ost zum 1. November 2019 eine Einmalzahlung von 250 Euro.

Weitere Verbesserungen gibt es beim 13. Monatseinkommen und bei den Ausbildungsvergütungen. Im Westen werden sie in den ersten drei Lehrjahren um 65 Euro und im Osten um 60 Euro angehoben. Zudem bekommen die Auszubildenden nun bundesweit ein 13. Monatseinkommen. Einen Pauschalbetrag von 60 Euro pro Monat für die Unterbringungs- und Fahrtkosten beim Besuch von Landes- beziehungsweise Bundesklassen der Berufsschulen sollen die Arbeitgeber übernehmen. Mittelfristig soll die komplette Erstattung der Kosten über die Berufsbildungsumlage der Branche finanziert werden. „Es waren harte und zähe Verhandlungen, die immer mal am Rande des Scheiterns waren“, sagte Uwe Nostitz, Vorstandsmitglied des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) und Verhandlungsführer Arbeitgeber. „Mit den 5,7 Prozent haben wir die absolute Obergrenze dessen erreicht, was unsere Unternehmen zu leisten vermögen. Auf der anderen Seite bietet die lange Laufzeit von 26 Monaten den Unternehmen Planungssicherheit, was unsere Zustimmung leichter gemacht hat.“

www.zdb.de

14.05.2018

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