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Corona: Stimmung am Bau wird schlechter

„Situation: befriedigend“ – so bewerten die Betriebe des Baugewerbes ihre Geschäftslage im Mai. Die Maßnahmen zum Corona-Virus wirken sich mehr und mehr auf die Stimmung am Bau aus, wie aus der monatlichen Unternehmensbefragung des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) hervorgeht. (Foto: Karl-Heinz Gutmann/Pixabay)

Symbolfoto Straßenbau (Foto: Karl-Heinz Gutmann/Pixabay)
Die abnehmenden Aufträge aus der öffentlichen Hand zeigen sich im Moment vor allem im Straßenbau. (Foto: Karl-Heinz Gutmann/Pixabay)

Das Ergebnis zeigt, dass zwar der Baustellenbetrieb unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln größtenteils aufrechterhalten wurde. Der dazu erforderliche Mehraufwand bedeutet aber Produktivitätsverluste für die Betriebe. Die Bautätigkeit bezeichnen die Bauunternehmen im Mai als unverändert gegenüber dem Vormonat, was laut ZDVB ungewöhnlich ist. Steigerungen wurden nicht gemeldet.

Die Abkühlung der Konjunktur zeigt sich auch in der Geräteauslastung. Trotz eines Zuwachses von fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vormonat bleibt sie im Hochbau mit rund 75 Prozent fünf Prozentpunkte unter Vorjahresnieveau. Im Tiefbau bleibt sie wie im Vormonat bei 70 Prozent, im Mai 2019 waren es 75 Prozent.

Unternehmen rechnen mit weniger Aufträgen

Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen eine deutlich abnehmende Orderdynamik. Laut ZDB ist dies auf die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns bei den öffentlichen Auftraggebern, vor allem bei den Kommunen, und im Wirtschaftsbau zurückzuführen.

Vor diesem Hintergrund relativiere sich auch die Entwicklung der Auftragsbestände. Zwar legten diese im Hochbau leicht zu, von 3,5 Monaten auf 3,7 Monate. Im Straßenbau sind sie hingegen rückläufig, von 2,5 Monaten auf 2,3 Monate. Hier dürfte sich niederschlagen, dass die Auftragseingänge in den letzten beiden Monaten im Straßenbau deutlich rückläufig waren. 

Ein weiterer Faktor in der rückläufigen Konjunktur ist, dass die Bauunternehmer einen verstärkten Preiswettbewerb sehen. Auch das trübt die Geschäftserwartung für das zweite Halbjahr weiter. 

www.zdb.de

12.06.2020