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Corona-Pandemieplan im Betrieb: Struktur im Chaos

Hygienemaßnahmen, Heimarbeit, Kundenbesuche – Betriebe müssen sich aktuell an immer neue Informationen zur Corona-Pandemie anpassen: Was ist für uns wichtig? Was müssen wir umsetzen? Ein betrieblicher Pandemieplan hilft, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. (Foto: Pexels/Pixabay)

Symbolfoto Konzept (Foto: Pexels/Pixabay)
Strukturiertes Vorgehen statt „Schau mer mal“ kann den Betrieb vorm Chaos bewahren. (Foto: Pexels/Pixabay)

Wichtig ist vor allem eine gute Kommunikation, sagt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Diese ist ganz klar Aufgabe der Chefs: „In solch einer Ausnahmesituation haben Führungskräfte eine besondere Verantwortung", erklärt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der DGUV: „Eine gute Kommunikation sowie die Beteiligung der Beschäftigten an den geplanten Maßnahmen schaffen Vertrauen und geben Orientierung.“

Aber auch weitere Punkte gehören in einen Notfallplan:

Kommunikation: Wie soll die interne Kommunikation ablaufen und wer übernimmt welche Aufgaben? Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen sachliche Informationen und klare Anweisungen.

Hygiene: Die Hinweise der zuständigen Bundes- und Landesbehörden sollen an die Mitarbeiter weitergegeben werden. Dazu gehören Hinweise, wer sich unter welchen Umständen in Quarantäne begeben sollte, unter welchen Umständen der Betrieb geschlossen werden muss (soweit bekannt) und die üblichen Hygiene-Regeln:

  • Händeschütteln vermeiden
  • Regelmäßiges und gründliches Hände waschen
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge
  • Im Krankheitsfall Abstand halten
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften
 

Verhalten im Krankheitsfall: Der Plan sollte auch festlegen, wie sich Mitarbeiter verhalten sollen, wenn sie sich krank fühlen. Für die aktuelle Lage gilt: Die Betroffenen sollten zunächst von zu Hause aus einen Arzt, eine Ärztin oder ein Gesundheitsamt anrufen. Die Fachleute entscheiden, ob ein Test angezeigt und was weiter zu tun ist. Außerdem sollten Vertretungsregelungen festgelegt werden.

Homeoffice, Dienstreisen und Kundenbesuche: In Abstimmung mit den jeweils aktuellen Empfehlungen oder Erlassen der zuständigen Behörden sollte der Pandemie-Plan regeln, wer von zu Hause aus arbeiten soll, welche Dienstreisen entfallen und unter welchen Umständen Kunden (nicht) besucht werden dürfen und wie sich auf der Baustelle zu verhalten ist.

Weitere Informationen gibt es in der Broschüre „10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung“ der Präventionskampagne „Kommitmensch“ der Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und ihrem Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Die Broschüre wird derzeit aktualisiert und ist voraussichtlich ab KW 14 wieder erhältlich.

 

www.kommmitmensch.de

 

18.03.2020

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