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Bund schreibt trotz Corona weiter Bauvorhaben aus

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat neue Hinweise zur Vergabe während der Coronakrise veröffentlicht. Demnach will der Bund weiterhin Baumaßnahmen ausschreiben und die Ausführungsfristen verlängern. Das meldet der Zentralverband Deutsches Baugewerbe. (Screenshot: www.bmi.bund.de)

Der Erlass „Vergaberechtliche Fragen in Bezug auf die Corona-Pandemie“ des BMI (Quelle: www.bmi.bund.de)
Der Erlass „Vergaberechtliche Fragen in Bezug auf die Corona-Pandemie“ des BMI (Quelle: www.bmi.bund.de)

Eine Klausel zum Umgang mit Bauablaufstörungen durch die Maßnahmen während der Corona-Krise soll Fristverlängerungen für die Fertigstellung der Bauleistungen ermöglichen. Bei Ausschreibungen sollen großzügige Angebots- und Ausführungsfristen vorgesehen werden. Dazu erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB): „Die neuen Regelungen des Bundesbauministeriums sind ein zukunftsgewandtes Zeichen für die Baubranche. Es ist gut, dass weiterhin ausgeschrieben und geplant werden soll und Ausnahmeregelungen für Verzögerungen durch die Corona-Pandemie geschaffen werden. Damit ebnet die Bundesregierung schon jetzt den Weg für einen Re-Start, um die Volkswirtschaft konjunkturell wieder anzukurbeln. Die vielen mittelständischen Bauunternehmen in Deutschland, die mit ihrer regionalen Verankerung hierzu einen wichtigen Beitrag leisten können, erhalten so Planungs- und Rechtssicherheit.“

Zuvor hatten das Bauministerium und die Spitzenverbände der Branche sich intensiv beraten. „Wir stehen seit Beginn der Coronakrise in engem Kontakt mit der Bundesregierung, um über die richtigen Maßnahmen für die Branche in dieser Ausnahmesituation zu beraten. Einmal mehr beweist sich die soziale Marktwirtschaft als Erfolgsgeschichte mit den mittelständischen Unternehmen als deren Rückgrat. Daher begrüßen wir ausdrücklich, dass wir bereits heute für die Zeit nach der Corona-Pandemie vorsorgen und gemeinsam Lösungen entwickeln“, so Pakleppa.

www.zdb.de


01.04.2020