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BKF: „Deutsche Fliese ist international konkurrenzfähig“

In seinem Messefazit zur diesjährigen Cersaie bescheinigt der Bundesverband Keramische Fliesen (BKF) den deutschen Herstellern einen guten Stand im internationalen Wettbewerb. In Sachen Innovation hat die Cersaie laut BKF jedoch keine Überraschungen geboten. (Foto: BKF/Deutsche Steinzeug)

Dieter Schäfer, Vorstand der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG/Agrob Buchtal (Foto: BKF/Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG)
Dieter Schäfer, Vorstand der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG/Agrob Buchtal, ist zufrieden mit der Entscheidung, Neuheiten auf der Cersaie nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus zu zeigen. (Foto: BKF/Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG)

Einige deutsche Hersteller wie beispielsweise Steuler haben in diesem Jahr nicht teilgenommen. Darin sieht Jens Fellhauer, Geschäftsführer des Bundesverbands Keramische Fliesen e. V., ein „neues, gesundes Selbstbewusstsein der deutschen Produzenten“, das den Beziehungen zum Fachhandel nicht schade: „Als feste Größe hat sich die Cersaie etabliert bei allen exportorientierten Unternehmen sowie den Marken, die auf technisch ausgefeilte Spezialprodukte sowie Architekturkeramik spezialisiert sind. Das Feedback der deutschen Fachhandelspartner auf die neue deutsche Messepolitik ist positiv, denn längere Produktzyklen und eine nachhaltigere Marktbearbeitung sind sowohl aus Sicht der Hersteller als auch des Fachhandels wünschenswert und ausgesprochen sinnvoll für den wirtschaftlichen Erfolg der Fliese.“

Die ausstellenden Hersteller sind unabhängig davon, ob sie Neuheiten präsentiert haben oder nicht, mit dem Messeergebnis zufrieden. So sagt Hasan Pehlivan, Geschäftsführer von V & B Fliesen: „In diesem Jahr haben wir uns über die Aufmerksamkeit der Besucher auf unserem Stand sehr gefreut und dank unserer Neuheiten und des aktuellen Produktportfolios sehr positive Rückmeldungen erhalten.“ Die Deutsche Steinzeug ist ohne Neuheiten nach Bologna gefahren – laut Dieter Schäfer, Vorstand Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG/Agrob Buchtal, die richtige Entscheidung: „Positiv war die Resonanz auf unsere Entscheidung, keine Neuheiten zu zeigen und diesen Rhythmus auf zwei Jahre auszudehnen.“

Polierte Oberflächen und neue Formen

Richtige Innovationen hat es nach Ansicht des BKF in Bologna erwartungsgemäß nicht gegeben. Bei den Italienern standen Megaformate und Naturstein im Vordergrund, darunter viel Marmor und polierte Optiken. Sowohl bei den Beton- und Holzanmutungen als auch beim klassischen Feinsteinzeug gebe es durch den Digitaldruck immer stärker verfeinerte Oberflächendesigns, die sich immer ähnlicher würden. Bei den Wandfliesen beobachtet der BKF ein breites Spektrum zwischen „XS“ und „XXL“ sowie viele neue Formen wie Hexagon, Dreiecke oder Trapeze. Sehr beliebt seien auch reliefartige Dekore und rustikale Anmutungen wie zum Beispiel Used-Effekte.

www.fliesenverband.de

27.10.2019

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