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Baugewerbe: Mehr Azubis und Umsatzwachstum

Das Bauhauptgewerbe hatte nach aktuellen Zahlen der SOKA-Bau Ende 2019 2,5 Prozent mehr Auszubildende als im Vorjahr. Für den Umsatz werden für 2019 kräftige Steigerungen erwartet, so der „Handwerksbericht“ des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. (Foto: Henning Granitza)

Symbolfoto Fliesenschneiden  (Foto: Henning Granitza)
Für das Bauhauptgewerbe sieht es gut aus: Dort gibt es Zuwachs bei den Auszubildenden und die größten Umsatzsteigerungen. (Foto: Henning Granitza)

40.000 junge Menschen, rund 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr, waren zum Jahresende 2019 in einem Ausbildungsverhältnis im Bauhauptgewerbe, so die SOKA-Bau. Dagegen kam über alle Handwerksbranchen hinweg der Beschäftigungsaufbau nahezu zum Erliegen, wie der Handwerksbericht des RWI erklärt.

Rund 80 Prozent der Lehrlinge absolvieren ihre Ausbildung in einem baugewerblichen Familienbetrieb. 33.627 Auszubildende stammen aus den alten Bundesländern, was einem Zuwachs von 1,4 Prozent entspricht, 6.146 aus den neuen Bundesländern, was plus 8,8 Prozent bedeutet.

„Damit stieg die Zahl der Lehrlinge zum vierten Mal in Folge. Einmal mehr zeigen die Zahlen, wie attraktiv eine Ausbildung am Bau für junge Menschen ist”, erläutert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. Er führt den Anstieg der Lehrlingszahlen auch auf die guten Perspektiven der Bauwirtschaft zurück. Denn sowohl im Wohnungsbau als auch im Infrastrukturbau gibt es in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch viel zu tun. „Hinzu kommt, dass sich der Arbeitsalltag auf der Baustelle aufgrund der ständigen technischen Weiterentwicklung in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert hat. Längst gehört der Einsatz komplexer Maschinen und digitaler Technik zum Alltag auf der Baustelle. Heute ist in der Baupraxis weniger Muskelkraft, sondern umfangreiches Fachwissen, das stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden muss, gefragt“, so Pakleppa.

Trotz Umsatzsteigerung Herausforderungen im Blick haben

Auch beim Umsatz fällt das Bauhauptgewerbe positiv auf: Laut Handwerksbericht sind für 2019 für alle Gewerke im Schnitt mit 4 bis 5 Prozent Steigerung zu rechnen, insbesondere das Bauhauptgewerbe erwartet aber Zuwächse. Trotz der guten Gesamtsituation solle sich das Handwerk für die kommenden Herausforderungen wappnen, etwa Fachkräfte zu gewinnen und die Produktivität durch Innovationen zu steigern sowie gegenüber Wettbewerbern aus dem Nichthandwerk marktfähig zu bleiben.

Handwerksbericht 2019 des RWI – Leibniz-Institut für Wissenschaftsforschung

www.zdb.de  

21.02.2020

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