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Alternative zum Heizpilz: „EliTile“-Flächenheizmodul

Es spendet flächendeckend Wärme und ist dabei energiesparend: Das Flächeheizmodul „EliTile“ basiert auf einer italienischen Fliese von Marazzi, die mit deutschem Engineering aufgerüstet und in einem international patentierten Verfahren im Saarland und in Sachsen produziert wird. (Fotos: EliTile)

Die Module können auf dem Boden oder als Rückenlehne verlegt werden. (Fotos: EliTile)

Das Niedrigenergie-Flächenheiz-Modul ist in Terrassenboden, Hauswand oder Rückenlehne einsetzbar und kann Flächen selbst von Eis und Schnee freihalten. Dank sehr guter Wärmeleitung an die Oberfläche landen 75 Prozent der Energie als Wärme direkt am Menschen. Statt Flüssiggas wie beim umstrittenen Heizpilz, der laut Greenpeace durchschnittlich so viel CO2 pro Jahr ausstößt wie ein Kleinwagen, wärmt das Modul mit Strom. Der Energieverbrauch im Vergleich zum Heizpilz ist laut EliTile um drei Viertel niedriger.

Ideen für Corona-Zeiten

„Wir haben die Lösung, mit der Gastro- und Eventbranche Corona überleben und wir Bürger trotz Hygienevorschriften unsere Geselligkeit zurückbekommen“, sagen die Geschäftsführer Ralf Thull und Rolf Wilmes. „Jedes Modul verfügt über einen eigenen Temperaturregler, damit die individuelle Wunschtemperatur geliefert wird.“ Sobald ein Mensch sitzt, senke sich der Energieverbrauch, weil der Mensch selbst einem Kraftwerk mit 50 Watt Leistung entspreche. Im Partyzelt etwa bedürfe das einstündige Vorheizen 100 Prozent Energie. Sobald es sich aber mit Gästen füllt, Kerzen angezündet werden oder heißes Essen serviert wird, sinke die Energiezufuhr rapide. Thull rechnet vor, dass ein Modul, das in der Anschaffung 500 Euro kostet, pro Stunde im Betrieb sieben Cent je Quadratmeter für Strom benötigt. Wilmes hat mit den Modulen eine Lounge für sechs Personen mit beheizten Rückenlehnen, Boden und Tisch designt. Diese benötige pro Stunde Strom für 18 Cent. Die Saarländer machen ein Beispiel: Eine Kommune könne in der Vorweihnachtszeit 20 Sechsergruppen für 120 Personen auf dem Marktplatz aufstellen und via Smartphone-App die Sitzgruppe stundenweise für je 15 Euro vermieten. Wer reserviert, kann sich bei der Anlieger-Gastronomie oder Buden versorgen und in der Gruppe am Platz konsumieren. Wilmes: „Auf Wunsch sind die Sitzgruppen auch mit Steckdose und Beleuchtung lieferbar.“ Dann könnten auch Arbeitsessen mit Laptop-Präsentation stattfinden.

Wärmebild von
Der Energieverbrauch sinkt, sobald Wärme durch Menschen selbst dazukommt.

Module und Sitzgruppen sind stapelbar und können auf Paletten bewegt werden. Bei Lieferung brauchen sie nur einen Netzanschluss. Für die Herstellung der „EliTile“-Module werden ausschließlich hochwertige Komponenten von führenden Herstellern der jeweiligen Branchen verwendet. „Außer den italienischen Fliesen und einem Regelbaustein aus Japan kommen alle Komponenten aus Deutschland“, so Wilmes, der im Vertrieb mit Fliesenhersteller Marazzi zusammenarbeitet, um im ersten Schritt die Freiluftlösung im Baustoff- und Fliesengroßhandel zu platzieren.

www.elitile.de

19.10.2020

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