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Tauber macht sich stark für Wiedereinführung der Meisterpflicht

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat sich klar zur Wiedereinführung der Meisterpflicht im Handwerk bekannt. „Die Wiedereinführung der Meisterpflicht soll fester Bestandteil des nächsten Koalitionsvertrags werden“, sagte Tauber nach einem Gespräch mit Spitzenvertretern des Baugewerbes.

Tauber, FFN, Meisterpflicht 1
Von links nach rechts: Günter Marksteiner (Landesfachgruppenleiter für das Fliesenlegerhandwerk im Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V.), Jürgen Kullmann (Stellvertretender Bundesvorsitzender des Fachverbands Fliesen und Naturstein im ZDB), CDU-Bundestagskandidat Timo Lübeck, CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber, Rainer von Borstel (Hauptgeschäftsführer des Verbands baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V.), Dietmar Schäfers (Stellvertretender Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt) und Antonius Allgaier (Leiter der Abteilung Arbeits- und Sozialrechtspolitik der IG Bauen-Agrar-Umwelt) (Foto: Verband Baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V.)

Er wolle sich persönlich dafür einsetzen. „Die von SPD und Grünen im Jahr 2004 vorgenommene Abschaffung war ein folgenschwerer Fehler, der korrigiert werden muss.“ An dem Gespräch nahmen der stellvertretende Bundesvorsitzende des Fachverbands Fliesen und Naturstein im ZDB, Jürgen Kullmann, der stellvertretende Bundesvorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Dietmar Schäfers, sowie Günter Marksteiner, hessischer Landesfachgruppenleiter für das Fliesenlegerhandwerk, Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbands baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. und der CDU-Bundestagskandidat Timo Lübeck teil. Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter hatten Tauber zuvor erläutert, dass es nach der Novellierung der Handwerksordnung in den nunmehr 53 zulassungsfreien Gewerken zu einem erheblichen Verlust an Qualität und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gekommen sei.

Ungelernte würden sich insbesondere im Fliesenlegerhandwerk bei den Kammern eintragen lassen. Sie profitierten davon, als Ein-Mann-Betriebe keine Sozialversicherungsabgaben und Berufsgenossenschaftsbeiträge in ihre Preise einkalkulieren zu müssen. Kompetente Meisterbetriebe mit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen könnten damit nicht konkurrieren. Die Zahl der Auszubildenden sei seitdem um ein Drittel und die der Meisterschüler sogar um 80% gesunken. Dies führe zu einem dauerhaften Qualitätsverlust. Schwarzarbeit und Scheinselbstständigkeit seien weitere Negativfolgen der Handwerksnovelle von 2004.

„Freier Marktzugang gehört zur DNA der Sozialen Marktwirtschaft. Die Meisterpflicht ist jedoch nicht irgendein lästiges Handelshemmnis, sondern ein wichtiger Qualitätsstandard des deutschen Handwerks. Nur der Meisterbrief garantiert Ausbildungsplätze und Qualität“, so Tauber. Er sprach sich darüber hinaus dafür aus, das System der dualen Ausbildung zu stärken. „Die Durchführung von regelmäßigen Evaluierungen der Meisterschulen soll die Qualität der Meister-Ausbildung fördern.“ Außerdem müssten die Leistungen beim Meister-BAföG erhöht werden, um eine angemessene Vergütung der Meisterschüler sicher zu stellen.

„Es ist überfällig, den Meisterbrief als das Qualitätsmerkmal des deutschen Handwerks wieder deutlich zu stärken. Die Politik muss die Wiedereinführung der Meisterpflicht für neu gegründete Betriebe in den betroffenen Berufen endlich in Angriff nehmen“, fordert der stellvertretende Bundesvorsitzende des Fachverbands Fliesen und Naturstein im ZDB, Jürgen Kullmann. „Unser Ziel ist eine Lösung für das Fliesenlegergewerk in Deutschland und wir sehen uns auf einem sehr guten Weg. Allen Betrieben, die keiner Innung oder Landesfachgruppe angehören, empfehlen wir dringend sich diesen Organisationen anzuschließen, um uns weiter zu stärken“, so Kullmann weiter.

www.fachverbandfliesen.de

www.bgvht.de

28.06.2017

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