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Randerscheinungen erfolgreich beseitigt

In einem Ferienhaus an der Nordseeküste wurde auf insgesamt 600 Quadratmetern Wand- und Bodenfläche Jura-Marmor verlegt, bei dem es schon nach kurzer Zeit zu Randzonenverschmutzungen kam. Der folgende Beitrag beschreibt, wie die Flächen erfolgreich saniert werden konnten.

Überzeugendes Ergebnis: eine behandelte Musterfläche des Bodens. In vielen Fällen waren, je nach Stärke der Verfärbungen, bis zu drei Anwendungen erforderlich. (Foto: Finalit)

Greetsiel ist mit seinen 1.500 Einwohnern an der ostfriesischen Westküste ein beliebter Ferienort direkt an der Nordsee. Die historischen Giebelhäuser, der 600 Jahre alte Fischereihafen mit seiner großen Krabbenkutterflotte und das breite Freizeitangebot machen den Ort zur Wahlheimat auch für ausschließlich selbstgenutzte Feriendomizile. Im Rahmen des Neubaus eines exklusiven Ferienhauses mit Schwimmbad wurde in Greetsiel die Verlegung von Wand- und Bodenflächen mit sogenanntem Jura-Marmor vergeben.

Der Begriff Marmor wird für diesen Naturstein häufig aus Vereinfachungsgründen gegenüber Endkunden verwendet. Da es sich um einen feinkörnigen Kalkstein aus der Gruppe der Sedimentgesteine handelt, ist die fachlich korrekte Bezeichnung Jura-Kalkstein. Der helle, gelbliche Naturstein mit der attraktiven Oberflächenoptik ist zwar säure-, aber nicht lösungsmittelempfindlich und für den Einsatz in Innenräumen gut geeignet. Der Bauherr entschied sich aus gestalterischen Gründen für den einheitlichen Einsatz des Materials im gesamten Haus, einschließlich des Schwimmbads.

Fugenrandverfärbungen im gesamten Neubau

Nach der Verlegung des Natursteins kam es im gesamten Gebäude zu gelblich-bräunlichen Fugenrandverfärbungen auf der Oberfläche der Belagsmaterialien. Ein erheblicher Mangel, den der zuständige Bauleiter und der Bauherr sofort beim Verlegebetrieb reklamierten. Alle Versuche und Methoden, die Verfärbungen wieder zu entfernen, waren ergebnislos. Die Reklamation und der Streit über die Schuldfrage waren beträchtlich und bei einer zu erwartenden sechsstelligen Schadenssumme auch existenzgefährdend. "Über den beteiligten Händler, der die Belagsmaterialien geliefert hat, wurde ich auf das Problem angesprochen und nach einer Lösung gefragt", berichtet Marc Huntemann, zertifizierter Anwendungspartner von Finalit und selbst erfahrener Fliesenlegermeister.

Eine Ortsbesichtigung und erste Probeversuche bestätigten die Vermutung für den Grund der Verfärbungen: Die Verlegematerialien waren nicht nach den Vorgaben des Herstellers vorbereitet und verarbeitet worden. Die im Kleber oder der Fugenmasse enthaltene Redispersion (die Kunststoffvergütung bei Kleber und Fugenmassen) spielt bei Flecken und Verfärbungen eine entscheidende Rolle. Wenn der Kleber nicht in Zeitabständen von circa zehn Minuten mindestens zweimal gründlich angerührt wird, kann er nicht reifen und die Redispersion verbindet sich nicht homogen mit den anderen im Kleber enthaltenen Stoffen. In der Folge kommt es zu Kalk-, Salz- und Gips- sowie Redispersionsausblühungen in Form von gelben beziehungsweise bräunlichen Verfärbungen an der Natursteinoberfläche.

Warte- und Reifezeit

Um die zehnminütige Warte- und Reifezeit zwischen dem ersten und zweiten Rührvorgang problemlos einzuhalten zu können, ist es empfehlenswert, mit drei Kübeln im rollierenden Einsatz zu arbeiten. Bei Naturstein kann eindringende Feuchte beispielsweise durch den Fugenmörtel zu farblichen Veränderungen führen. Daher sollte der verwendete Natursteinmörtel schnell erhärten, also über eine schnelle kristalline Wasserbindung verfügen, trasshaltig sein und möglichst auf Weißzementbasis hergestellt sein.

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