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Keine Angst vor XXL-Fliesen

Die Technik ermöglicht es heute, extrem große und immer dünnere keramische Fliesen herzustellen. Gleichzeitig ist die Lust der Kunden auf die "Riesen-Fliesen" ungebrochen. Die folgende Übersicht stellt die wichtigsten Punkte dar, die Fachunternehmen für eine fehlerfreie Verlegung beachten sollten.

Foto: Saint-Gobain Weber

Laut Definition des Fachverbands gilt eine Fliese als großformatig, wenn die Kantenlänge zwischen 60 und 120 Zentimetern liegt. In den vergangenen Jahren übertrafen sich die Hersteller immer wieder mit noch deutlich größeren Maßen. Mithilfe neuer Fertigungstechniken lassen sich heute eindrucksvolle Formate von mehr als drei Quadratmetern Fläche produzieren. Große Keramiken an Boden- oder Wandflächen verleihen Räumen ein edel-puristisches und großzügiges Ambiente. Gleichzeitig sind sie einfach in der Instandhaltung und entsprechen hohen hygienischen Anforderungen. Allerdings ergeben sich durch die Größe der Fliesen besondere Herausforderungen, die zum einen die Handhabung, zum anderen bauphysikalische Aspekte wie Ebenheit und Trocknungsverhalten des Verlegemörtels betreffen. Bei Kantenlängen über 120 Zentimeter und Dicken unter 8 Millimetern spricht man von "Sonderformaten", die individuell zu vereinbaren sind.

Ebenflächigkeit ist entscheidend

Je größer die Fliese ist, desto ebener muss der Untergrund sein, auf dem sie aufliegt. Bei der Verlegung großformatiger Fliesen kommt der Untergrundprüfung und -vorbereitung daher eine gesteigerte Bedeutung zu. Eine einfache Untergrundprüfung reicht nicht aus. Die Ebenheitstoleranzen liegen bei großformatigen Fliesen deutlich unter dem in der DIN 18202 beschriebenen Stichmaß von +/- drei Millimetern pro Meter. Bodenflächen sind mit einer elektronischen Schlauchwaage oder mit einem Lasermessgerät auf Ebenflächigkeit zu prüfen.

Es empfiehlt sich, bei der Messung Fixpunkte anzulegen, die beim Ausgleich den nötigen Materialauftrag anzeigen. Um planebene Oberflächen zu erzielen, ist zusätzlich eine egalisierende Bodennivelliermasse erforderlich.

Im Wandbereich können kleinflächige Unebenheiten mit entsprechendem Klebemörtel ausgeglichen werden. Für Ausgleichsarbeiten ab etwa zehn Millimetern und Verlegearbeiten empfiehlt es sich, einen abgestimmten, schnell abbindenden Verlege- oder Reparaturmörtel zu verwenden.

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