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Kasseler Sachverständigentage: Volles Programm vor vollen Rängen
Großen Zuspruch erfuhr auch in diesem Jahr die "Pflichtveranstaltung" für alle Interessierten rund um die Fliesentechnik: Die am 1. und 2. November ausgetragenen Kasseler Sachverständigentage konnten damit wieder für den veranstaltenden Fachverband Fliesen und Naturstein als voller Erfolg verbucht werden.
Zwar war mit insgesamt 204 Teilnehmern die Teilnehmerzahl etwas geringer als im Vorjahr, trotzdem bewegen sich die Ausrichter damit nach wie vor auf einem hohen Niveau. Auf einem ebenso hohen Niveau befand sich auch dieses Mal wieder die Qualität der angebotenen Referate und Vorträge.
Während hier viele aktuelle Probleme thematisiert wurden wie beispielsweise die Verlegung von Außenstufen, der Einbau von Entwässerungsrinnen oder die Reparaturfähigkeit von Verbundabdichtungen um nur einige zu nennen standen Fragen rund um Sonderkonstruktionen klar im Mittelpunkt der Veranstaltung. Hierbei wurden vor allem die juristischen Besonderheiten sowohl im Verhältnis Fliesenleger/Kunde und Fliesenleger/Hersteller als auch für den mit einem Gutachten betrauten Sachverständigen erörtert. Da es den Umfang dieses Beitrags sprengen würde, die gesamten Vorträge zu behandeln, stellen wir Ihnen nachfolgend lediglich eine Auswahl der besprochenen Themen vor.
Schwimmbecken sind kritische Bauteile
Zum Stand der Dinge bei der Überarbeitung des Merkblatts "Schwimmbadbau" informierte Erich Zanocco die Anwesenden. Der Fliesenlegermeister aus Freudenstadt mahnte, dass aufgrund der Schadenshäufigkeit mittlerweile für Fliesenleger und die Produzenten aus der keramischen und chemischen Industrie die konkrete Gefahr bestehe, den Schwimmbadbau als Betätigungsfeld auf Dauer zu verlieren. Er betonte die Bedeutung einer gemeinsamen Zusammenarbeit an der Überarbeitung und nannte als Ziel, die bereits vorhandenen Merkblätter anzugleichen und neue Normen und Richtlinien zu übernehmen.
Mit Blick auf die Baustellensituationen wies Zanocco darauf hin, dass sich durch die niedrigen Temperaturen innerhalb eines Beckens eine Art Kälteglocke bilde, die in Verbindung mit der hohen Luftfeuchte verhindere, dass die Klebemörtel trocknen und durchhärten könnten. Er riet den Anwesenden, in solchen Fällen mittels Kondensattrocknern oder Ventilatoren für eine Luftzirkulation zu sorgen.
Hinsichtlich der Reklamationsfälle stellte Zanocco fest, dass vor allen Dingen das Schwundverhalten des Betons verantwortlich für Schäden ist. Nach seinen Feststellungen träten zudem 70 bis 80 Prozent der Schäden im Bereich der Beckenböden in Form sich ablösender Fliesen auf.
Als Forderungen, die ins neue Merkblatt einfließen sollten, nannte Erich Zanocco realistischere Werte hinsichtlich der Laborprüfungen der Klebemörtel bezogen auf die Baustellenbedingungen statt einer Raumtemperatur von 23 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchte von 50 Prozent sollten Werte von > 15 Grad Celsius und < 65 Prozent angesetzt werden. Rückseitig geklebtes Mosaik müsse als für Beckenumgänge ungeeignetes Belagmaterial deklariert werden.
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Volles Programm vor vollen Rängen
Großen Zuspruch erfuhr auch in diesem Jahr die „Pflichtveranstaltung“ für alle Interessierten rund um die Fliesentechnik: Die am 1. und 2. November ausgetragenen Kasseler Sachverständigentage konnten damit wieder für den veranstaltenden Fachverband Fliesen und Naturstein als voller Erfolg verbucht werden.
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