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Breitgefächertes Themenspektrum bei Sachverständigentagen

Die 19. Sachverständigentage für das Fliesenlegerhandwerk am 7. und 8. November 2017 in Fulda decken ein breites Themenspektrum ab. Das komplette Programm ist nun veröffentlicht.

Sachverständigentage, Programm, Fliesenleger
Die Rechtsanwälte Ari-Daniel Schmitz (rechts) und Christoph Stähler referieren in Fulda über das Thema „Welche Auswirkung hat der Trittsicherheitsverlust auf die Vertragserfüllung des Ausführenden?“. (Foto: msd)

Das Themenspektrum der Referenten ist breit gefächert: Juristen und Techniker werden Themen wie die neue DIN 4109 zum Schallschutz insbesondere bei Treppen, Außenbeläge vom Wegebau bis zur Terrasse und die Ursachen von Rissen im Mauerwerk und deren Mangelpotenzial für Fliesenbeläge aufgreifen. Weiterer Aspekt im Vortragsprogramm ist der Vertrag des Sachverständigen.

Zu den anerkannten Regeln der Technik wird Professor Matthias Zöller sprechen und einen Beitrag zur Klärung der Frage leisten, was unter diesem unbestimmten Rechtsbegriff zu verstehen ist. Ausgangspunkt seines Referats ist, dass sowohl die öffentlich-rechtlichen als auch die privatrechtlichen Anforderungen und Erwartungen an Bauwerke stetig steigen. Die Änderungen in der Bautechnik erfolgen heute erheblich schneller als früher, als sich Bauweisen und -produkte noch über einen längeren Zeitraum bewähren mussten und auch konnten.

Des Weiteren spricht Marcel Engels, Projektleiter Prozess- und Anwendungstechnik Keramik am Forschungsinstitut für Anorganische Werkstoffe Glas/Keramik GmbH aus Höhr-Grenzhausen, in Fulda über den „Verlust von Trittsicherheit“ und wird darlegen, welchen Einfluss die Oberfläche von poliertem Feinsteinzeug auf das Reinigen hat.

„Die Beurteilung von geläppten und polierten Oberflächen stellt nach wie vor ein Problem dar“, so Engels. Die bei der Auswahl des Belags entscheidende Ästhetik der Oberfläche kann in der Praxisanwendung zu Problemen führen, die leider durch die aktuelle Produktanforderungen nicht erfasst werden können. „So können die durch einen unsachgemäßen Poliervorgang hervorgerufene Glanzunterschiede und die Schmutzempfindlichkeit dieser Oberflächen sowie deren Dauerhaftigkeit nicht nach Norm beurteilt werden. Dies führt dann in der Praxis oft zu Fehlinterpretationen und entsprechend ineffizienten Reinigungsmaßnahmen“, erklärt Engels. Zudem komme es bei diesen Oberflächen je nach Messmethode zu kritischen Unterschieden in der Beurteilung der Rutschhemmung, was zu gefährlichen Fehlinterpretationen führen könne.

Engels stellt in seinem Vortrag die aktuellen Hintergründe, Möglichkeiten und Einschränkungen der Oberflächenbewertung in Rahmen von Sachverständigengutachten vor, auch wenn diese (noch) nicht als Normverfahren vorliegen.

Das komplette Programm sowie die Einladung und das Anmeldeformular für Fulda finden Sie hier oder auf www.fachverbandfliesen.de

11.08.2017

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