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Bauwirtschaft: Ausbildungskongress in Wiesbaden

Die Tarifvertragsparteien der deutschen Bauwirtschaft begrüßten in Wiesbaden unter dem Titel „Neue Impulse für die Berufsausbildung“ Bildungsexperten und -praktiker zum Berufsbildungskongress der Bauwirtschaft.

Berufsbildungskongress
Von links nach rechts: Dipl.-Ing. Werner Luther, Eigner Bauunternehmung GmbH, Klaus-Dieter Fromm, ZDB, Dietmar Schäfers, IG BAU, Dr. Norbert Lehmann, ZDF-Moderator, Niklas Bachmann, Auszubildender Strabag, Uwe Meyer, Ausbildungsleiter Hamburg, Martin Karnein, HDB. (Foto: SOKA-Bau)

Sowohl Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses beim Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), als auch Dietmar Schäfers, stellvertretender Vorsitzender der IG BAU, betonten in ihrer Begrüßung die vergleichsweise günstige Entwicklung der Ausbildungszahlen in der Bauwirtschaft. Dennoch reiche dies nicht aus, um dem demografischen Wandel zu begegnen. In den Vorträgen der Referenten wurden eine ganze Reihe von Motiven angesprochen, die bei der Berufswahl von Jugendlichen eine Rolle spielen und daher berücksichtigt werden sollten. So werden „weiche“ Faktoren bei der Berufs- und Arbeitgeberwahl zunehmend wichtiger, beispielsweise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Martin Karnein, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses beim Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), und Norbert Kees, ZDB, Vorsitzender des Bayerischen Landesausschusses für Berufsbildung, stellten heraus, wie wichtig eine enge Betreuung der Auszubildenden, aber auch deren eigene Begeisterung für die Bauberufe ist. Martin Lieneke von der Bundesagentur für Arbeit führte aus, dass die intensive Kooperation mit Schulen und das Angebot von Praktika enorm wichtig sei, um für Bau-Ausbildungsberufe zu werben. Professor Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, ging in seiner Rede auf die Rekrutierungsprobleme von Kleinbetrieben ein. Dabei betonte er die Bedeutung der institutionellen Unterstützung der Betriebe.

Zu Beginn des zweiten Kongresstags stellten Dr. Bernd Garstka und Ulrich Goos vom Berufsförderungswerk der Bauindustrie in Nordrhein-Westfalen sowie Markus Weitzmann vom Bildungszentrum Holzbau in Biberach Praxisbeispiele aus der Zusammenarbeit von überbetrieblichen Bildungsstätten und Berufsschulen dar. Dabei bietet eine engere Verzahnung von Theorie und Praxis viele Vorteile. Unter anderem können Ausbildungsinhalte und Lehrmethoden sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Schließlich stellte Marcel Macherey, Referent Qualifizierungsförderung bei der SOKA-Bau, das Pilotprojekt Berufsstart Bau vor, in dessen Rahmen Jugendliche an eine Berufsausbildung in der Bauwirtschaft herangeführt werden. Eine erste Zwischen-Evaluation des Projekts hat positive Ergebnisse gezeigt.

www.soka-bau.de

www.zdb.de

14.04.2017

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