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Baugewerbe: Attraktiv für junge Menschen

Laut Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, gewinnt die Bauwirtschaft als Arbeitgeber derzeit wieder an Ansehen. Warum das so ist, erklärt er nachfolgend – und lädt gleichzeitig Interessierte zum Tag der offenen Tür ins Bauministerium ein. Dort trainieren dann auch die Teilnehmer der WorldSkills 2017.

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Auch qualifizierte junge Fliesenleger werden in Zukunft weiterhin gebraucht. (Foto: Zentralverband Deutsches Baugewerbe)

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Bauwirtschaft als Arbeitgeber bei jungen Menschen wieder an Ansehen gewinnt. Insgesamt befinden sich derzeit rund 34.000 junge Menschen in Ausbildung. Besonders erfreulich dabei ist, dass sich die Zahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr in den alten Bundesländern um 1,4 Prozent auf 9.721 und in den neuen Bundesländern um zehn Prozent auf 1.723 Ausbildungsverhältnisse erhöht hat. Rund 80 Prozent davon bilden die baugewerblichen Unternehmen in Deutschland aus“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, zu den veröffentlichten Quartalszahlen.

Die Bauwirtschaft ist eine der wichtigsten Branchen der deutschen Volkswirtschaft. Die Unternehmen investieren rund 600 Millionen Euro jährlich in die Ausbildung ihres Berufsnachwuchses. Die Hälfte davon wird über eine solidarische Berufsbildungsumlage von allen Baubetrieben getragen. Die andere Hälfte leisten die Ausbildungsbetriebe. „Wir brauchen qualifizierte junge Leute für die wichtigen Bauaufgaben, die vor uns liegen. Durch ein bundesweit einheitliches System der Aufstiegsfortbildung bieten wir beste Aufstiegschancen und Karriereaussichten. Die Tarifrente Bau, die die staatliche Rente ergänzt, bildet zudem die Grundlage für eine gute Absicherung im Alter“, so Pakleppa weiter.

Die duale Ausbildung ist die Basis für Qualität am Bau und sie ist auch die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges in Deutschland. „Wir haben nach wie vor die geringste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Deshalb gilt es, im Interesse des Berufsnachwuchses wie des Verbraucherschutzes die duale Ausbildung und die Meisterpflicht als Zulassungsvoraussetzung zu schützen“, forderte der Hauptgeschäftsführer des größten und ältesten Bauverbands in Deutschland.

Wie bereits in den vergangenen Jahren trainiert das Nationalteam Deutsches Baugewerbe anlässlich des Tags der offenen Tür der Bundesregierung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (26./27. August). Mit dabei sind die sechs Teilnehmer – unter ihnen Fliesenleger Raphael Rossol – des deutschen Baugewerbes an den WorldSkills 2017, die vom 14. bis 19. Oktober 2017 in Abu Dhabi stattfinden.

„Wer sich für eine Ausbildung am Bau interessiert ist herzlich eingeladen, beim Tag der offenen Tür ins Bauministerium zu kommen, dem Team beim Training über die Schulter schauen und sich dabei gleichzeitig über die Perspektiven in der Branche zu informieren“, erklärte Pakleppa abschließend.

www.zdb.de

12.08.2017

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